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Ein fröhliches, belebtes Haus, dessen Türen für alle offen stehen: Das wollte der Verein Allerhand für die Menschen in Qualitz schaffen. 2014 kaufte ein Landwirt den leerstehenden Hof im Dorf, holte den Verein als Mieter ins Haus. Seitdem bieten Laien und Experten in der „Werkstatt für lebenslanges Lernen“ fast täglich wechselnde Aktivitäten an: Montags tagt auf Wunsch der Schulkinder ein Mathekreis, dienstags ist die neu eingerichtete Fahrradwerkstatt geöffnet, mittwochs wird in der Holzwerkstatt gewerkelt und ein Chor aus Eltern und Kindern trifft sich zum Singen, donnerstags wird gemeinsam gekocht und gegessen, freitags finden oft Vorträge und Diskussionsrunden statt. Das „Aller“, wie die Kinder es nennen, bereichert so das Leben von über 100 Menschen. Wenn es nach dem Verein geht, dürfen es gerne noch mehr werden. Besonders über ältere Leute, die mitmachen, würden die Mitglieder sich freuen.
Qualitz liegt in einer Region, in der Bildungsferne zum geografischen Begriff wird. Es liegt an der Landkreisgrenze zu zwei anderen Landkreisen, die nächsten Kleinstädte jeweils 12 km, die größeren Städte 40 und mehr Kilometer entfernt. Der Verein Allerhand e.V. arbeitet hier generationsübergreifend in einem offenen Werkstatthaus für freies gemeinsames Lernen. Er ist eine Initiative von Handwerkerinnen, KünstlerInnen, IT-Leuten, LehrerInnen, Landwirten, Eltern und Jugendlichen. Grundlage des gemeinsamen Arbeitens und Denkens ist die Idee, dass jeder Mensch - egal wie alt er ist oder wo er herkommt - das Recht hat, schöpferisch zu arbeiten und sich frei zu bilden. Ziel ist es, diese Werkstatt auf dem Land nachhaltig als Alternative zu weit entfernten Angeboten zu etablieren. Der Allerhand ist ein Ort der kulturellen Selbstversorgung, erreichbar auch für sehr junge Nutzer und lädt ein, Selbstständigkeit, Wirksamkeit und Gemeinsinn zu erleben. Im ländlichen Raum dauert alles länger. Aber vielleicht auch, weil wir nicht nur Kinder und Jugendliche erreichen, sondern ein kontinuierliches Angebot für Familien und Senioren etablieren wollen, das nicht nur als Kulturblitzlicht auftaucht, sondern tatsächlich dableibt und nutzbar auch für die wird, die skeptisch von weitem zuschauen und uns keine Zukunft zutrauen. Hier kann ein Modell entstehen für ein räumlich und sachlich in der Region fest verankertes Kulturprojekt, getragen und genutzt durch die Menschen vor Ort.
gegründet
2014
Status
Etabliert
Ort/Region
Qualitz
Bundesland
Mecklenburg-Vorpommern
Wirkungsraum
Region
Dorf
Organisation
Verein
Raum
Großes Haus/Hof
Begleitete Kursangebote, Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden, offene Werkstätten für Menschen jeden Alters aus der Region und von außerhalb geben dem Allerhandverein Präsenz im ländlichsten Bereich
Ein offenes Haus mit ansprechbaren Leuten an mindestens 4 Tagen in der Woche, in dem geforscht, gemalt, geflext, gebaut, gerechnet und gesungen wird.
In Werkstattgesprächen sammeln wir Themen und Projekte, die im Allerhand realisiert werden wollen. Die etwa 20 Aktiven wechseln sich also ab.
Mit Schulen und Kindergärten vor Ort, dem Ortsverein, Künstlern und Handwerkern der Region,der Gemeinde, der Freiwilligen Feuerwehr und anderen.
Der Allerhand finanziert sich durch den Basisbeitrag der nutzenden Mitglieder (ca. 20-40€ im Monat) und arbeitet mit Stiftungen und Schulen zusammen.
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Neulandgewinner ist ein Förderprogramm des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. und des Neuland gewinnen e.V.
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