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Mit 18 Jahren erwachsen sein, das klingt in der Theorie so einfach, aber was heißt das schon – ‚erwachsen‘?! Stefan Mömkes weiß, wovon er redet. Der Sozialpädagoge arbeitet im Saale-Orla-Kreis in Thüringen als Leiter einer Wohngruppe, in der unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) leben. Viele der jungen Männer, die die Wohngruppe mit 18 Jahren verlassen müssen, sind mit dem Alltag schlicht überfordert.
Um Geflüchtete unter 30 Jahren zu unterstützen, hat Stefan Mömkes das Projekt Rauhbank angeschoben: Die jungen Männer sollen Handwerken und Gärtnern lernen. In einer Holzwerkstatt können sie Messen, Sägen, Dübeln, Bohren und Verleimen lernen – gemeinsam mit freiwilligen Unterstützern, Lehrern und Handwerkern. In umliegenden Gärten kann Gemüse angebaut werden. Dazu soll die Förderung der Wildbienen in der Region kommen und auch die Pflege von Streuobstwiesen, um die sich ihre älteren Besitzerinnen und Besitzer nicht mehr kümmern können.
„In der Begegnung zwischen jugendlichen Flüchtlingen und Vereinsmitgliedern dörflicher Initiativen verliert ‚die Flüchtlingskrise‘ ihre abstrakte ‚Bedrohung‘“, sagt Mömkes. „Die sehr unterschiedlichen Erwartungshaltungen zwischen Einheimischen und Zugewanderten lassen sich über den konkreten Werkstoff, das Werkzeug und den gemeinsam erlebten Entstehungsprozess immer wieder neu aushandeln und miteinander abgleichen. Hilfe zur Selbsthilfe und Hilfe für andere festigen die gegenseitige Achtung und Toleranz im Sinne des Gemeinwohls.“ Als studierter Theologe, Schreiner und Leiter eines Mitarbeiterteams aus sieben Kulturen weiß er eben, worauf es für Zuzügler, Nachzügler und Umzügler ankommt.
gegründet
2019
Status
Beendet
Ort/Region
Neustadt an der Orla , Orlatal
Bundesland
Thüringen
Wirkungsraum
Region
Organisation
Initiative
Raum
Einzelne Räume
sehr niederschwelliges Angebot im Gegensatz zur Ausbildungsordnung. Was man handwerklich einmal gelernt hat, kann einem keiner mehr nehmen, egal wohin europäische Asylgesetzgebung einen verschlägt. Über den Werkstoff und die Nachbarn lernt man schneller Integration als im staatlichen Kursen
In einer Holz-Werkstatt lernen junge geflüchtete Grundfertigkeiten der Tischlerei und Holzschnitzerei: Zeichnungen lesen, räumliches Denken, Bauabläufe, Holzverbindungen, Handmaschinen bedienen "
jeden Freitag 6 Stunden Werkstatt Zeit mit Vesper zur Reflexion der persönlichen Situation, regelmäßige Mitmach-Workshops bei Festen und Märkten
ein Anleiter Schnitzen, ein Anleiter Tischlern, eine Landwirtin und Mosterin, ein Imker, ein Oldtimer-Meister, eine Goldschmiedin
Classic Cars Neustadt a.d.O., Obst-Gut Lausnitz, Imkerverein Triptis
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