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Perspektiven von Außen einladen

Ein Blick von außen einladen bedeutet, anderen Menschen, die vorher nicht involviert waren, einen Einblick zu gewähren.

In welchem Kontext hilft ein Blick von außen? Warum ist ein Blick von außen wichtig?

Ist man nur mit seinem Projekt beschäftigt oder wohnt jahrelang an einem Ort, wird man schnell betriebsblind. Manchmal geht einem auch der rote Faden verloren. Die eigene Leistung kann darunter leiden. Ist das, was man tut, sinnhaft und ausreichend? Frischen Wind, neue Ideen, Perspektiven und Eindrücke kann da ein unabhängiger, unvoreingenommener Blick von außen bringen. Die Wahrnehmung des Projekts oder Lebensumfelds kann dadurch neu geschärft werden. Das kann uns bewusst machen, dass wir alle für unsere oder die Zukunft des Dorfes verantwortlich sind und sie gestalten können. Manchmal finden wir uns auch aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit mit Missständen ab und finden die Lage normal. Ein Blick von außen kann uns da wachrütteln und neue Anstöße geben. Knoten können gelöst, Zustände oder Vorgänge verbessert und Aha-Erlebnisse gegeben werden. Der Blick von außen kann einen wertvollen Beitrag zu einer notwendigen Diskussion liefern, Probleme, Defizite und Fehlentwicklungen, aber auch Qualitäten aufzeigen. Das kann wichtige Impulse, Inspirationen und Anregungen für Veränderungen und Entwicklungen geben, entweder so, dass ein neues Projekt daraus entsteht, während eines Projektes oder für Folgeaktivitäten nach einem Projekt. Dadurch können Projekte oder das ländliche Leben anders, nämlich besser, z. B. ökologischer und nachhaltiger, entwickelt und optimiert werden.

Wie geht das? Was ist zu beachten? Was brauche ich dafür?

Die Ergebnisse des von außen Blickenden sollte wertschätzend und auf Augenhöhe gegeben werden. Dann ist es wichtig, dass man sich bei Kritik nicht angegriffen fühlt. Man sollte es als Bereicherung sehen und dankbar für das Feedback sein. Die Gesprächsatmosphäre sollte somit einladend und offen sein. Ein guter Zuhörer zu sein, ist dabei von Vorteil. Eine Evaluation bzw. ein moderiertes Gespräch mit Außenstehenden kann zeitintensiv sein, ist aber lohnenswert. Ihr könnt dafür Experten einladen; das müsst ihr aber nicht. Es können genauso gut Menschen wie du und ich sein, die ihr befragt. Ob ihr dies im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung macht oder ob ihr euch eine Einzelperson einfach so einmal beiseite nehmt, ist euch und eurer Intention überlassen. Die durch den Blick von außen gewonnenen Erkenntnisse kann man, wenn nötig, diskutieren, noch einmal durchdenken und in seinem Projekt oder Dorf berücksichtigen. Vielleicht entsteht dadurch auch ein komplett neues Projekt.

Welches Angebot wäre möglich?

- Evaluation, z. B. von einer Hochschule - Partnergemeinde/-Dorf - moderiertes 90-120-Minuten langes Abendgespräch mit Experten von Institutionen der Region aus verschiedenen Bereichen gesellschaftlichen Lebens (Wirtschaft, Politik, Religion, Sozialem, Kultur und Ökologie), Fragen nach den derzeitigen Herausforderungen und denen, denen man sich noch stellen sollte, schriftliches Festhalten der Ergebnisse

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360 Grad Expertenblick von außen

Die Handreichung "360 Grad Expertenblick von außen" vom Bistum Münster gibt einen guten Überblick darüber, was man bei der Organisation und Durchführung eines Gesprächsabends zum Blick von außen beachten sollte.

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Wirtschaftsseniorennetzwerk

Das Wirtschaftsseniorennetzwerk besteht aus ehrenamtlichen Senioren, die früher einmal Führungskräfte, Manager, Unternehmer oder Fachleute waren. Sie bieten einen Blick von außen für Start-Ups, Existenzgründer und Organisationen des bürgerschaftlichen Engagements wie Vereine, Genossenschaften und soziale Einrichtungen, begleiten in betriebswirtschaftlicher Hinsicht und sorgen dafür, dass ein Kurs gefunden und gehalten wird. Die Wirtschaftssenioren sind unter verschiedenen Namen in regionalen Vereinen mit verschiedenen Schwerpunkten in vielen Bundesländern organisiert.

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