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Rückkehrer unterstützen

Eine Rückkehrerinitiative ist ein Zusammenschluss von Leuten, die dafür sorgen, dass Menschen, die einst in der Region lebten, dann aber woanders hingezogen sind, zurück in die alte Heimat kommen.

In welchem Kontext helfen Rückkehrerinitiativen? Warum sind Rückkehrerinitiativen wichtig?

Viele junge Menschen ziehen nach ihrem Schulabschluss weg in größere Städte. Damit der ländlichen Raum nicht überaltert und schließlich ausstirbt und das Loch an Fachkräften gestopft wird, kümmern sich Rückkehrerinitiativen um die Rückkehr der ehemaligen Bewohner. Rückkehrer haben sozialen Rückhalt durch alte Freunde, Bekannte und Verwandte vor Ort, die sie unterstützen können, z. B. bei der Kinderbetreuung. Vorhandene (soziale) Infrastrukturen werden durch sie besser ausgelastet und leerstehende Wohnungen und Gebäude können durch sie wieder bewohnt werden. Wer einst wegging und schließlich zurückkommt, ist reich an Erfahrungen, Kenntnissen und neuen Ideen, bringt frischen Wind und neue Perspektiven mit und kann in der alten/neuen Heimat wichtige Impulse setzen. Rückkehrer beleben den Ort mit Investitionen und Engagement, z. B. in den Vereinen. Die Region wird durch die Kompetenzen der Rückkehrer gestärkt, ebenso das soziale Miteinander.

Wie geht das? Was ist zu beachten? Was brauche ich dafür?

Entwickelt Angebote für zukünftige Rückkehrer! Wichtig ist die detaillierte Information und Beratung bzgl. Wohnraum, Arbeits-, Schul-, Kitaplatz, weiterer Kinderbetreuung und Freizeitaktivitäten (.z. B. Verein, Kulturangebote). Manche Rückkehrerinitiativen bieten auch Coworking-Spaces oder Beraten beim Gründen eines Unternehmens. Kontakt zu euch aufnehmen können an der Rückkehr Interessierte per Telefon, E-Mail, Social Media und/oder Website. Dabei sind einfühlsames Zuhören, Mut-Zusprechen und Vertrauen-Erlangen wichtig. Sagt den Interessierten, was möglich ist, aber auch, was nicht! Manchmal sind die Wünsche der Leute fernab der regionalen Gegebenheiten. Unterstützt beim Aufbau einer Existenz und vermittelt Kontakte zu Arbeitgebern und Ansprechpartner in Stadtverwaltung, Schulen, Arbeitsagentur und regionalen Netzwerken! Die Neuzuzügler möchten oftmals neue Leute kennenlernen und Hobbies ausüben. Durch Angebote des geselligen Miteinanders könnt ihr das Zusammenwachsen vor Ort fördern, für eine schnelle soziale Bindung an den Ort, damit die Leute auch gerne dort leben und bleiben. Auf einer Website könnt ihr die Stärken und Vorzüge eurer Region, Kleinstadt oder eures Dorfes herausstellen und die Verbundenheit zur Heimat stärken. Erfolgreiche Rückkehrer-Geschichten können potenzielle Rückkehrer dazu motivieren, in ihre alte Heimat zurückzuziehen. Auch Stellen- und Wohnungsangebote sollten auf der Website zu finden sein. Hat eure Heimat regional produzierte oder angebaute Produkte zu bieten, können diese im Internet oder sogar in einem Heimatladen oder einem Schaufenster gezeigt werden. Bietet ihr Ausstellungsmöglichkeiten, lockt das Künstler, Kleingewerbetreibende und Kunstliebhaber an. Der Werbung eurer Rückkehrerinitiative können neben Website- und Social Media-Auftritt (frankierte) Postkarten, regionale Produktpakete und Merchandise-Produkte mit eigenem Logo dienen. Nehmt Kontakt auf zu anderen Rückkehrer-Projekten! Mit ihnen könnt ihr Erfahrungen austauschen, Diskussionsrunden und Workshops durchführen, gemeinsame Aktionen entwickeln, euch gegenseitig besuchen und anregen. Finanziert werden kann eure Rückkehrerinitiative durch Einrichtungen und Unternehmen, die eure Partner werden, z. B. Energie-Unternehmen und Sozialeinrichtungen. Kooperiert mit der ortsansässigen Wohnungsgesellschaft und dem Tourismusverein! Auch Bürgermeister, Landräte und die Regionale Wirtschaftsförderung könnt ihr mit eurem Projekt begeistern. Ein wissenschaftlicher Partner kann zur Projektbegleitung und Ergebniserfassung mit einbezogen werden. Wollt ihr richtig gut sein, bildet ein Netzwerk, bestehend aus wesentlichen Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft, Freizeit und sozialen Einrichtungen!

Welches Angebot wäre möglich?

- Veranstaltungen, um mit potenziellen Rückkehrern ins Gespräch zu kommen, z. B. Rückkehrertage zwischen Weihnachten und Neujahr - Heimatfeste für Rückkehrer, z. B. Sommerfest und Osterfest - Infostände zu Festen oder Festtagen - Rückkehrerstammtisch mind. 1x/Monat: initiiert Veranstaltungen - Beratung

Mögliche Kombinationen mit Werkzeugen

Aktionen, Coworking, Fest(ival), (Dorf-)Laden/Hofladen, Markt, Schaufensterbespielung, SoLaWi, Sprechstunde/(offene) Beratung, Treffpunkt, Vernetzungs- und Informationsveranstaltung,

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Andere Webseite

Heeme - Eine Rückkehrergeschichte

Das Buch "Heeme - Eine Rückkehrergeschichte" von Stephanie Auras-Lehmann erzählt von einer Protagonistin, die es letztendlich in ihre alte Heimat zurückzieht. Die Autorin ist mit ihrer Rückkehrerinitiative in Finsterwalde Neuland-Gewinnerin geworden. Das Buch gibt es auch als E-Book.

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