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Probewohnen bezeichnet das Wohnen auf Probe an einem bestimmten Ort, um zu testen, ob diese Art des Wohnens und der Ort den Vorstellungen und Wünschen entspricht bzw. ob beides für einen geeignet ist.
In welchem Kontext hilft Probewohnen? Warum ist Probewohnen wichtig?
Durch Probewohnen kauft ihr nicht die berühmte Katze im Sack, sondern könnt vorher testen, ob euch das Haus, die Umgebung, der Ort, die Einrichtung, die Nachbarn oder Mitbewohner und eventuell die Wohngruppe und die Pflegemaßnahmen zusagen. Gleichzeitig könnt ihr mit dem Probewohnen leerstehende Gebäude revitalisieren und (junge) Einwohner akquirieren, um euren Ort wieder mit Leuten zu füllen und damit lebendiger zu machen. Ein Probewohnprojekt lenkt die Aufmerksamkeit auf euren Ort als Wohn- und Arbeitsort. Gestresste Städter z. B. können dadurch eine entspanntere Heimat finden. Als Gegenleistung für das kostenlose/-günstige Wohnen können sie den Ort attraktiver gestalten, indem die Probewohnenden Projekte durchführen.
Wie geht das? Was ist zu beachten?
Bevor man neu an einen bestimmten Ort bzw. in ein bestimmtes Haus zieht, wird mancherorts das Probewohnen angeboten, bei dem man zur Probe eine festgelegte Zeit wohnt. Wie hoch der Preis ist oder ob es überhaupt etwas kostet, ist ganz unterschiedlich.
Probewohnen gibt es sowohl in der Altenpflege (wo man altengerechtes Wohnen bzw. das Wohnen in Pflegeheimen testen kann), in der Behindertenhilfe, für psychisch Kranke oder Suchtkranke, für Rehapatienten, für Obdachlose, für Schüler in Internaten, für Wohngemeinschaften als auch für bestimmte Haustypen (bevor man sie sich kauft, z. B. Tiny Houses, Öko(dorf)-, (Voll-)Holz-, Block-, Massiv-, Bio-Solar-, Musterhäuser/-wohnungen oder Wohnwägen) oder bestimmte Orte (Städte/Dörfer).
Habt ihr selbst ein Objekt, welches ihr wieder mit Leben füllen wollt, bietet doch selbst das Wohnen auf Probe an, z. B. für 4 Wochen! Vielleicht fördert eure Gemeinde sogar das Projekt, um es kostenlos oder zumindest vergünstigt anbieten zu können, damit eure Probebewohner nicht doppelt Miete zahlen müssen. Einer von euch kann Ansprechpartner sein, damit sich eure Probebewohner gut und schnell einleben können. Diese Person kann neu Eingezogenen anfangs durch den Ort führen, sie miteinander vernetzen und sie zu allen Aktivitäten und Veranstaltungen einladen, die der Ort zu bieten hat. Damit eure Probebewohner auch von ihrem neuen Zuhause aus arbeiten können, brauchen sie neben einem Internetanschluss einen kostenlosen Büroraum, z. B. in einem Coworking-Space, oder für Künstler eine Werkstatt, ein Atelier oder einen Ausstellungsraum, z. B. in einem anderen freien Gebäude. Ihr könnt mit eurem Probewohnen auch Künstler oder andere dazu animieren oder als Gegenleistung auffordern, Workshops anzubieten, Veranstaltungen durchzuführen oder Konzepte für das Gebäude, in dem sie wohnen, zu entwerfen und/oder umzusetzen. Wenn ihr die Leute mit Hilfe von Fragebögen vor und nach dem Probewohnen befragt, was für Bedürfnisse und Wünsche sie haben und was für und was gegen einen Umzug sprechen würde, bekommt ihr bestimmt gleich weitere Projektideen für euren Ort mitgeliefert.
Was brauche ich dafür?
Neben einer voll möblierten, mit Internet ausgestatteten Wohnung bzw. einem Haus benötigt ihr gute Werbung, um eure Zielgruppe, z. B. junge Menschen in den Großstädten, zu erreichen. Anschließend kann das Projekt medienwirksam in Schrift und Bild dokumentiert werden, damit möglichst viele Menschen auf euren Ort, den ihr wiederbeleben wollt, aufmerksam werden.
Welches Angebot wäre möglich?
Damit eure Probebewohner eventuell auch von ihrem neuen Zuhause aus arbeiten können, brauchen sie neben einem Internetanschluss einen kostenlosen Büroraum, z. B. in einem Coworking-Space, oder für Künstler eine Werkstatt, ein Atelier oder einen Ausstellungsraum, z. B. in einem anderen freien Gebäude. Ihr könnt mit eurem Probewohnen auch Künstler oder andere dazu animieren oder als Gegenleistung auffordern, Workshops anzubieten, Veranstaltungen durchzuführen oder Konzepte für das Gebäude, in dem sie wohnen, zu entwerfen und/oder umzusetzen. Wenn ihr die Leute mit Hilfe von Fragebögen vor und nach dem Probewohnen befragt, was für Bedürfnisse und Wünsche sie haben und was für und was gegen einen Umzug sprechen würde, bekommt ihr bestimmt gleich weitere Projektideen für euren Ort mitgeliefert.