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GastroHilft gUG ist aus einer Initiative erwachsen, die es sich während der Corona Pandemie zur Aufgabe gemacht hat, übrige Lebensmittel aus den regionalen Supermärkten zu retten und diese in einem Fairteiler an hilfebedürftige und interessierte Menschen auszugeben. Die Initiative besteht aus verschiedenen Akteuren der Zivilgesellschaft, den Vereinen, dem Einzelhandel, den Restaurants und der regionalen Erzeuger. Diese sorgen vorwiegend ehrenamtlich und uneigennützig dafür, dass Menschen in Not mit frischen und gesunden Nahrungsmitteln versorgt werden. So kocht die Gemeinschaft zum Beispiel einmal täglich eine warme Mahlzeit für wohnungslose Menschen in Halberstadt und bietet Liefer- und Einkaufsservices für Menschen in Quarantäne oder häuslicher Isolation an. Menschen mit Fluchterfahrung gehören genauso zu unseren Gästen, wie jene, die schon länger in der Region leben. Der Fairteiler in der neuen Lokation im Gerberhaus (Hoher Weg 2/ Halberstadt) ist seit nunmehr 2 Jahren, nicht mehr nur reine Ausgabestelle, so wie aus anderen caritativen Einrichtungen bekannt, sondern ein richtiger Einkaufsladen mit gratis geretteten Lebensmitteln. Je nach Besucheraufkommen (zwischen 350 und 500 Menschen wöchentlich) ändern wir die Ausgabebedingungen geretteter Lebensmittel, um einen reibungslosen Ablauf innerhalb unserer Strukturen zu garantieren.
Ort/Region
Halberstadt, Harz
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Organisationsform
Initiative
Status
Weiterentwicklung
Fairteiler von foodsharing.de und anderen Organisationen gibt es bereits in vielen Großstädten. Unser Konzept zielt vor allem auf die kleinen und mittleren Städte ab, wo Hilfebedürftigkeit und gesellschaftlich relevante Themen, wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit etc. noch ein wenig sichtbarer gemacht werden sollten. Durch die einfach geordneten, dynamischen Strukturen in unserer Gemeinschaft, ist unser Konzept ganz leicht auf andere Regionen anwendbar und somit auch einfach übertragbar. Alles, was es benötigt, sind engagierte Menschen, eine Räumlichkeit und ein paar Regale plus Kühlschränke. Durch unsere öffenlichkeitswirksam Präsenz animieren wir hauptsächlich jene Menschen, die sich noch an ihre Großeltern erinnern und wie diese nämlich frisches Obst und Gemüse in ihren Gärten anbauten und alles verwerteten, was ihnen unter die Finger kam. Vor allem hier im ländlichen Raum ist dieser ""Flair"" noch fest verankert. Das regt zum Mitmachen an und schafft tolle intergenerative Verbindungen.
Wir möchten unser Projekt so umgestalten, dass es im kommenden Jahr so emissionsfrei, wie möglich wird. Dazu wollen wir unseren Fuhrpark erneuern und ausbauen, indem wir auf nachhaltige Energien setzen. (E-Lastenfahrrad). Gleichzeitig wollen wir in Workshops und öffentlichen Aktionen für das Thema Lebensmittelrettung und nachhaltige Lebensweise sensibilisieren. Die richtige Verarbeitung, Lagerung von ressourcenschonende Verwertung unserer geretteten Lebensmittel ist unsere oberste Prämisse. Wir wollen zukünftig, kleine Onlineformate erstellen, die zum Mit- und Nachmachen animieren.
GastroHilft gUG verfolgt das Ziel so viele Lebensmittel, wie möglich vor der Entsorgung zu retten, um diese an Menschen auszugeben, die diese noch verwerten möchten. Damit schaffen wir es deutlich (Bio) Müll und die damit verbundene erhöhte CO2 Emission deutlich zu verringern. Unsere Angebote sind bedingungslos, nicht nachweispflichtig und kostenfrei. Jeder Mensch, der sich für Lebensmittelrettung interessiert, ist herzlich bei uns willkommen, unabhängig von Geschlecht, Religion, Weltanschauung, sexueller Orientierung oder gesellschaftlicher Ausrichtung. Wir wollen eine Gemeinschaft fern von auferlegten Zwängen und Konventionen leben und ein deutliches Signal an die Außenwelt setzen, dass Gemeinschaftssinn und Solidarität, die Grundpfeiler eines wertschätzenden Zusammenlebens sind. Positiver Nebeneffekt ist dabei, dass sich Menschen mit geringem Einkommen weniger Gedanken machen müssen, was morgen für die Familie auf dem Tisch steht, denn wir haben es garantiert in unseren Regalen.
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Der Engagement-Wettbewerb „machen!2023“ würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) suchen die besten 100 Ideen für den Zusammenhalt bei euch vor Ort.
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