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Wir haben die Dorfbewegung Brandenburg gegründet, um den „Stimmen der Dörfer“ Ausdruck zu verleihen und „Lebendige Dörfer“ sichtbar zu machen. Im Mai 2024 möchten wir das 2. „Parlament der Dörfer“ organisieren. Daran sollen bis zu 120 Menschen aus den Dörfern, der Landespolitik und Fachöffentlichkeit teilnehmen, um konkrete Handlungsschwerpunkte zu diskutieren. Die dort gesetzten Impulse sollen in die Gestaltung der Landespolitik einfließen und die Handlungsspielräume für die Entwicklung lebendiger Dörfer in Brandenburg erweitern. Den Weg zum „Parlament der Dörfer“ verstehen wir als einen mehrmonatigen Prozess. Dabei werden wir mit vielen Menschen in Kontakt kommen, neue Partnerschaften schließen, Netzwerke knüpfen und gegenseitiges Vertrauen vertiefen. Mit unserem Engagement tragen wir dazu bei, dass sich Dorfgemeinschaften über ihre tatsächlichen Möglichkeiten der Einflussnahme bewusster werden und Mut und Kompetenzen entwickeln, politisch bessere Rahmenbedingen auszuhandeln. Dies gelingt nur durch gemeinsamen Dialog. Bereits im Nachklang unseres 1. Parlamentes 2022 konnten wir landespolitisch aktiv für notwendige Veränderungen sensibilisieren und kleine Erfolge realisieren. Dies ermutigt uns, das Format fortzuführen und weiter auszubauen. Insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen 2024 in Brandenburg halten wir es für wichtig, eine Dialogoffensive im ländlichen Raum zu führen, um undemokratischen Gruppierungen keinen Raum zu geben.
gegründet
Ort/Region
Müncheberg OT Trebnitz , Märkisch-Oderland
Bundesland
Brandenburg
Wirkungsraum
Region
Organisation
Netzwerk
In ganz Europa gibt es zivilgesellschaftliche und parteiunabhängige Dorfbewegungen, die sich für die Belange der Dörfer sowie für ein demokratisches Miteinander einsetzen. Jedoch tauchte Deutschland in diesem jahrzehntelang gewachsenen Netzwerk der europäischen Dorfbewegungen lange Zeit nicht auf. Aus diesem Grund haben wir die „Dorfbewegung Brandenburg – Netzwerk Lebendige Dörfer e.V.“ gegründet. Damit verbindet sich der Anspruch, die Idee der europäischen Dorfbewegungen an den deutschen Kontext anzupassen. Es gibt keine Blaupause, die wir hierzulande anwenden können. Wir sind der „Pilot“ für ganz Deutschland. Daher sind wir stolz, dass wir 2022 das erste Parlament der Dörfer in Deutschland mit großem Erfolg und landesweiter Aufmerksamkeit durchführen konnten. Zu unseren Unterstützern zählen wir die Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke (Schirmfrau) sowie Landwirtschaftsminister Axel Vogel. Nun wollen wir das Format nicht nur in Brandenburg fest etablieren. Deshalb stehen wir in engem Austausch mit Akteuren und Partnern in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, die die Idee einer Dorfbewegung und eines Parlaments der Dörfer dort verbreiten möchten. Wir unterstützen die Skalierung mit unserer Expertise und Kontakten. So konnten wir die Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen in Deutschland (BAG LAG) sowie den Europaabgeordneten Niklas Nienaß für die Aktivitäten in diesen Bundesländern gewinnen. Neben unseren vielfältigen Kommunikationskanälen bedienen wir auch Konferenzen (bspw. Europakongress Bündnis90/Grüne, Zukunftsforum Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, European Rural Parlament). Darüber hinaus schreiben wir auch Artikel (bspw. LandInForm der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume) oder sind in wichtigen Gremien vertreten (Projektbeirat „Miteinander Reden“ der Bundeszentrale für politische Bildung; Projektbeirat „Forum Ländlicher Raum Brandenburg“.
Mit dem „Parlament der Dörfer“ wollen wir beitragen zur Verbesserung der Teilhabe und Selbstwirksamkeit der Menschen in den Dörfern, um eine demokratisch verfasste Zukunft zu ermöglichen. 1. Menschen in und zwischen den Dörfern wieder ins Gespräch bringen. Nur wenn sie miteinander im Dialog sind, kann eine transparente Meinungsbildung zu wichtigen Sachverhalten erfolgen. 2. Informationen, Bildung und Wissen werden entsprechend der konkreten Bedarfe für die Aktiven aus den Dörfern leicht zugänglich. Deshalb laden wir zum Parlament auch Partner ein, um wichtige Bildungsbedarfe zu identifizieren und nach dem Parlament Arbeitsinstrumente für die Akteure zu entwickeln. 3. Als Interessenvertretung der Dörfer in Brandenburg sorgen wir mit allen Aktivitäten rund um das Parlament dafür, dass die „Stimmen der Dörfer“ wieder gehört und das Bild über den ländlichen Raum multiperspektivisch wird. Es wird nicht mehr nur über ein Dorf gesprochen sondern über die Zukunft vieler Menschen.
Für die Organisation des Parlamentes der Dörfer im Juni/ Juli 2024 hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet. Hierzu gehören klassische Aufgaben des Veranstaltungsmanagements, des Fundraisings und der Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeitsgruppe arbeitet eng mit den mit den regionalen Dörfernetzwerk zusammen. Sie unterstützen uns dabei, wichtige Themen zu identifizieren, die in das Parlament der Dörfer einfließen sollen und Teilnehmer zu delegieren. Nach ersten Vorbereitungen im Q2/23 findet am 14.06.2023 der offizielle Start der Planungen statt. Dabei werden die Arbeitsgruppe und deren Zusammenarbeit mit den regionalen Dörfernetzwerk sowie der Stand der Planungen einem breiten Publikum vorgestellt. Im Q3/2023 wird das Fundraising zur Finanzierung durchgeführt. Dieses setzt sich aus einem Fördermittelantrag und einem Crowdfunding zusammen. Ein Crowdfunding hatten wir bereits 2022 erfolgreich durchgeführt und möchten auf diesen Erkenntnissen aufbauen. Im Q4/2023 werden die Schritte zur Vergabe einer Räumlichkeit und des Caterings durchgeführt. Dabei wird auch die Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet und erste Impulse ausgesandt. Zudem werden erste Themen fachlich bearbeitet. Dabei werden Expert/innen als Inputgeber oder Moderatoren identifiziert. Im Q1-02/24 werden weitere Themen festgelegt und inhaltlich mit Experten ausgestaltet. Moderatoren werden gebunden und das Programm erstellt, Einladungsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit werden umgesetzt.
Es leben 1,36 Mio. Menschen in knapp 2.800 Dörfern des Landes. Doch viele Dörfer sind nur noch unselbstständiger Ortsteil einer Gemeinde oder eines Amtes, was bedeutet, dass die Menschen in den Dörfern nur noch eingeschränkte kommunalpolitische Rechte besitzen. Aus diesem Grund richten wir uns an die aktiven Menschen in den Dörfern, die Entwicklungen im Dorf vorantreiben und andere für die Gestaltung des Lebensumfeldes begeistern. Sie sollen durch das Parlament der Dörfer ein Podium erhalten und sich in ihrem Engagement ernst genommen fühlen. Darüber hinaus wenden wir uns an Kommunal- und Landespolitiker/innen. Sie erhalten im Rahmen des Parlamentes der Dörfer vielfältige Informationen und Impulse für ihre Meinungs- und Entscheidungsbildung und werden für die Akteure sichtbarer. Ansprechen wollen wir auch Partnernetzwerke und Experten. Sie erhalten Gelegenheit, mit Akteuren ins Gespräch zu kommen, selbst Impulse zu setzen oder mitzunehmen und mögliche Kooperationen zu initiieren.
Unser Netzwerk erstreckt sich über die Mitglieder hinaus auf ganz Brandenburg. Wichtige Partner sind die LEADER-Aktionsgruppen und LEADER-Regionalmanagements sowie die lokalen Partnerschaften für Demokratie. Kontakte gibt es zum Städte- und Gemeindebund Brandenburg sowie dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Darüber hinaus pflegen wir freundschaftliche Verbindungen zur Landeszentrale für Politische Bildung, der evangelischen Landeskirche sowie Einzelakteuren wie bspw. den Neulandgewinnern in Brandenburg. Auch auf nationaler und europäischer Ebene pflegen wir Partnerschaften, beispielweise zur Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen oder als Mitglied im Europäischen Dachverband der Dorfbewegungen (ERCA). Wir sind offen für neue Mitstreiter/innen. Egal ob jung oder alt, Zugezogen oder Alteingesessen, aus Wissenschaft oder Praxis – wir binden sie mit ihrem Elan und Wissen sowie ihren Kompetenzen und Ressourcen ein.
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Der Engagement-Wettbewerb „machen!2023“ würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) suchen die besten 100 Ideen für den Zusammenhalt bei euch vor Ort.
In ganz Europa gibt es Dorfbewegungen – nur in Deutschland nicht. Dabei sind doch die Probleme hierzulande ganz ähnlich wie im Rest Europas. Aus diesem Grund haben wir im Jahr 2015 die Dorfbewegung Brandenburg gegründet. Denn wir sind davon überzeugt, dass es auch in Deutschland eine starke Stimme für die Dörfer braucht.
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