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Ort/Region
Fürstenberg/Havel, Oberhavel
Bundesland
Brandenburg
Wirkungsraum
Gemeinde
Raum
Einzelne Räume
Status
Im Aufbau
Die Idee des Co-learning Spaces ist so einfach wie wirkmächtig. Neben einem geeigneten Raum braucht es eine Grundausstattung und engagierte Menschen mit einem Interesse für Bildungsgerechtigkeit. Im Vergleich zu anderen Räumlichkeiten und Projekten, die wir bisher konzipiert und umgesetzt haben, z.B. der Makerspace als Kern des Verstehbahnhofs, der Aufbau eigener Rechenzentrumsinfrastruktur oder eines stadtweiten, kostenfreien Internetzugangs -- erfordert der Aufbau eines Co-learning Spaces kaum Spezialwissen oder besondere Kompetenzen, die einer Nachahmung an anderen Orten im Wege stehen könnten. Wir halten die Idee auch für sehr geeignet, ein großes Problem zu adressieren: ob strukturelle Schwächen des Bildungssystems, Personalmangel an den Schulen oder ein besonders eklatanter Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungschancen, ein hoher Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund und ihre mangelnde Integration - unser Bildungssystem befindet sich in einer Krise, die breit und viel diskutiert wird und Deutschland in der Fläche trifft. Wir sind überzeugt, dass es (auch) neue Wege braucht, um diese Krise zu bewältigen, und dass außerschulische Lernorte und alternative, gemeinwohlorientierte Strukturen aus der Mitte der Zivilgesellschaft einen erheblichen Beitrag dazu leisten können, die oft lebenslang wirkenden Benachteiligungen zu beseitigen oder wenigstens nennenswert zu verringern. Nachdem wir mit dem Verstehbahnhof einen Bildungsort mit Schwerpunkt Neue Technologien und Digitale Bildung geschaffen haben, wollen wir mit dem Co-learning Space als außerschulischem Lernort nun mit einem allgemeinbildenden Arm näher an die Schulen rücken und eine Blaupause für Dritte schaffen. Über Nachahmer würden wir uns freuen!
Im September wollen wir gemeinsam mit engagierten Jugendlichen die Räumlichkeit entrümpeln und für unsere Nutzung vorbereiten. Dazu werden wir einen Raumteiler einbauen, um verschiedene Bereiche zu bilden. So sollen Lerninseln mit Tischen entstehen, aber auch eine gemütliche Sitzecke zum Lesen oder für Gespräche. Anschließend werden wir passende Tische, Stühle sowie Lichtquellen beschaffen und Teile unseres Digitalen Klassenzimmers aus dem Verstehbahnhof umziehen (z.B. ein Smartboard, Whiteboards, Tablets und Laptops). Im Oktober 2023 wollen wir den Co-Learning Space eröffnen, unterstützt von einen ehemaligen Lehrer, der sich schwerpunktmäßig um Kinder mit Migrationshintergrund kümmern wird. Ab Sommer suchen wir zwei Bundesfreiwilligendienstleistende und hoffen bis zum Winter motivierte Menschen gefunden zu haben. Unser Ziel ist ein Team aus drei Menschen, die den Lernort zu Öffnungszeiten lückenlos betreuen, um eine verlässliche Struktur anbieten zu können.
Mit der Eröffnung des Co-learning Spaces wollen wir jungen Menschen unabhängig von ihrer sozialen und materiellen Herkunft Zugang zu einem gut ausgestatteten und einladenden Arbeitsplatz und Lernort bieten, einschließlich guter und moderner Lernmaterialien, Lichtverhältnisse, medialer Ausstattung und kindgerechter Sitzplätze. Ohne das Stigma von Schule möchten wir dort junge Menschen ganz unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringen und ihre Perspektive auf den Stellenwert des gemeinsamen Lernens und Arbeitens in Teams verändern. Neben der geplanten Betreuung des Lernorts durch einen ehemaligen Lehrer und Bundesfreiwillige mit pädagogischer Erfahrung setzen wir auch auf Peer-learning als Akt angewandter Solidarität und zur Ausbildung von Sozialkompetenzen. Die Idee für dieses Konzept wurde gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt und wird demokratisch unter Nutzung des Beteiligungswerkzeuges ""Aula"" weiterentwickelt.
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Der Engagement-Wettbewerb „machen!2023“ würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) suchen die besten 100 Ideen für den Zusammenhalt bei euch vor Ort.
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