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Menz ist ein Bilderbuchdorf im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, umgeben von Wald und Seen. Der eigentliche Schatz des Dorfes aber sind seine Menschen, ihre Kreativität und Talente. Das wurde den Menzern vielleicht erst richtig klar, als sie aus der geplanten 725-Jahrfeier 2015 einfach ein ganzes Feierjahr machten. Mario Ledderhose, damals noch recht neu im Ort, schloss sich dem Festkomitee an. Unterschiedliche Menschen, viele Ideen: Eine Ausstellung in der Kirche illustrierte 125 Jahre Dorfleben anhand von Bildern aus privaten Fotoalben. Bei einer Schatzsuche kreuz und quer durch das Dorf erlebten Kinder es aus ganz ungewohnten Perspektiven. Und beim „Picknick in Weiß“ tafelte das Dorf einen Nachmittag lang auf dem Friedensplatz. Das gemeinschaftliche Tun habe dem Dorfleben neuen Schwung gegeben, sagt Mario Ledderhose: „Wir sahen, wie leicht man Dinge um sich herum verändern kann, wenn viele zusammen an einem Strang ziehen.“
Um das zu bewahren, gründete sich der Dorfverein Menz. In den Klassenräumen der alten Schule und im Internet will der eine Anlaufstelle für alle Menzer schaffen. Als „Möglichkeitsplattform“ soll sie die Lust am Selbermachen wecken. Wer Unterstützung sucht, seine Ideen umzusetzen, findet sie hier. Werkzeuge und Geräte etwa, die nicht jeder hat oder ständig braucht, werden hier geteilt. Interessieren sich Leute für ein Thema, von Filmschnitt bis Wohnen im Alter, werden Experten und der Rahmen organisiert, in dem alle mit- und voneinander lernen können. Und hat mal wieder jemand eine Idee für eine tolle Veranstaltung, findet er hier den Raum und ganz bestimmt auch Gleichgesinnte. Bis zum nächsten Dorfjubiläum will in Menz nämlich keiner mehr warten.
Mit der „HEIMATschule Menz“ soll strukturell, real und virtuell ein leicht zugänglicher Ort entstehen, an dem alle aktiv und kreativ werden, sich dabei neu begegnen und Potenziale vor Ort – bei sich und anderen – entdecken und entwickeln können. Sie wird zum Labor für Neues und macht Selbstwirksamkeit und Gestaltungsraum neu erfahrbar. So wird sie zur Schule der Heimat, in der man lernen kann, dass Heimat nichts Gegebenes ist, sondern etwas, dass man sich durch eigenes Tun in Gemeinschaft erst selber schaffen kann.
Die „HEIMATschule Menz“
gegründet
2016
Status
Weiterentwicklung
Ort/Region
Stechlin-Menz
Bundesland
Brandenburg
Organisation
Verein
Im Grunde wollen wir nicht machen,sondern machen l a s s e n. Es geht uns nicht darum Angebote für eine Zielgruppe zu schaffen, sondern Menschen Lust zu machen, selbst zu tun und ihre Lebenswelt da zu gestalten, wo sie es können. So wird der Möglichkeitssinn angeregt und Selbstwirksamkeit erfahrbar.
Die alte Dorfschule wird zum verbindenden Anlaufpunkt, zum Ort für Begegnung, Teilen und Kultur, zum „Möglichkeitsraum“, der Ideen wachsen lässt und Lust macht auf gemeinsames Lernen und Selbermachen.
Raum für gemeinsames Tun, Kultur erleben, miteinander/voneinander Lernen, Vermittlung von gegenseitiger Hilfe und Teilen, Kreativ-Arbeitsplatz
Etwa 10 Aktive wirken dauerhaft am Projekt mit, je nach Veranstaltungen unterstützt von wechselnden weiteren Engagierten.
Theodor-Fontane-Schule Menz, Kita Menz, Stechlin-Institut, Neuland gewinnen e.V., Programm „Neulandgewinner“ / Robert Bosch Stiftung, Gemeinde Stechli
Das Neulandgewinner-Projekt wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Die Gemeinde Stechlin stellt unentgeltlich die Räumlichkeiten zur Verfügung.
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Neulandgewinner ist ein Förderprogramm des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. und des Neuland gewinnen e.V.
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