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gegründet
Status
Etabliert
Ort/Region
Meiningen , Schmalkalden-Meiningen
Bundesland
Thüringen
Wirkungsraum
Region
Raum
Großes Haus/Hof
Wir sind der Meinung, dass unser Konzept auch an anderen Orten umgesetzt werden kann. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche das Gefühl haben, gesehen zu werden und dass ihre Meinung gehört wird- egal, an welchem Ort. Gerade da es aktuell Zeiten voller Unruhe und Spannungen sind, erachten wir es als wichtig, Kinder mit demokratischen Grundgedanken vertraut zu machen. Besonders stolz sind wir darauf, dass sich der Tiberanda- Kinderstadtrat inzwischen auch in der Meininger Stadtpolitik etabliert hat und unsere Stadt einen eigenen Kinderstadtrat hat. Wir möchten den Kindern helfen, ihre Stärken zu entdecken und Selbstvertrauen zu gewinnen. Dies kann auch an anderen Orten gelingen. Je nach regionalen Gegebenheiten können verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden. Doch das Grundkonzept ist auch an anderen Orten umsetzbar. Um unser Projekt über Meiningens Stadtgrenzen hinweg bekannter zu machen, beteiligen wir uns an verschiedenen Aktionstagen in unserer Region. Im vergangenen Jahr beteiligten wir uns an einem Familienaktionstag mit einer Mitmach-Station und waren Teil des Meininger Stadtfestes. Zudem möchten wir mit Menschen ins Gespräch kommen und vielen, großen und kleinen Leuten von unserer Idee erzählen. Um unser Projekt bekannter zu machen, möchten wir uns auch in diesem Jahr an verschiedenen Aktionen beteiligen und auch über die Kinderstadtwoche hinaus im Stadtbild präsent bleiben. Einige Dinge, die in der Kinderstadt entstanden sind, haben bereits einen Platz in der Meininger Innenstadt oder bei Kooperationspartnern gefunden. Unser Ziel ist es jedoch, dass Tiberanda an noch mehr Orten Spuren hinterlässt. Auch der Austausch mit anderen Engagierten hilft uns, bekannter zu werden. Doch nicht nur mit ehrenamtlich engagierten Personen möchten wir uns austauschen. Wir streben auch eine intensivere Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten aus demokratischen Parteien an, um die Wertevorstellungen Tiberandas noch stärker umzusetzen.
Wie viele Kinder sprechen davon, dass sie gerne bei der Feuerwehr arbeiten wollen, wenn sie mal groß sind? In Tiberanda wird dieser Traum Realität. Die Kinder lernen zum Wochenstart jeden der angebotenen Berufe kennen und dürfen danach entscheiden, welchen sie über die Woche hinweg ausüben möchten. Die bunte Auswahl reicht von Schauspielern, Förstern und Sportlern, bis hin zu Wissenschaftlern und Köchen. In der Kinderstadt geht es nicht um Leistung, es gibt kein richtig oder falsch. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich ausprobieren und ihre Kreativität entfalten. Unter professioneller Anleitung arbeiten sie selbstständig an ihren Berufsprojekten und entwickeln so eigene Ideen und Lösungen. Der Stolz in ihren Augen, wenn sie ihre Projekte beim Kinderstadtfest der Öffentlichkeit präsentieren, ist unübersehbar. Zudem streben wir mit unserem Kinderstadtrat ein demokratisches Miteinander an und fördern die Begegnung von Kindern unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft.
Ein Organisationsteam- bestehend aus 10 Ehrenamtlichen- kümmert sich das ganze Jahr über um finanzielle Mittel, organisatorische Belange, das Wochenprogramm etc. Zum Aufbau der Zeltstadt stoßen dann auch die anderen Betreuer dazu, die besonders in der Wochengestaltung unersetzlich sind. Gemeinsam ermöglichen wir den Kindern eine Ferienwoche voller Spaß und vielfältigen Eindrücken. Am Montag werden die Kinder an den Toren der Kinderstadt empfangen und dürfen in jeden Beruf hineinschnuppern. Danach wählen sie den Beruf aus, der ihnen am meisten zugesagt hat. Sie haben drei Wünsche, wovon einer erfüllt wird. Nach der Mittagspause erfahren die Kinder ihre Berufsgruppe. Nach einer feierlichen Eröffnung kommen sie zum ersten Mal in ihrer Kleingruppe zusammen. Berufspaten aus Schule, Sport, Verwaltung, Integration kommen und übergeben Aufträge an die Berufsgruppen. Ab Montagnachmittag bis Freitag arbeiten die Kinder an der Umsetzung der Aufträge zur Gestaltung des öff. Raums. Nachmittags haben sie die Möglichkeit in andere Berufsgruppen hineinzuschnuppern und an Workshops teilzunehmen. Dienstags wird zudem der Kinderstadtrat gewählt. Dieser trifft sich täglich und berät über aufkommende Probleme, Verbesserungswünsche etc. Angestrebt ist auch eine gemeinsame Sitzung mit Meiningens Bürgermeister. Am Samstag werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit beim großen Kinderstadtfest präsentiert. Ziel ist es, dass möglichst viele Ergebnisse einen Platz im Meininger Stadtbild finden.
Wir wollen Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 13 Jahren erreichen. In diesem Jahr werden 130 Heranwachsende die Möglichkeit haben, ein Teil Tiberandas zu sein. Im Kinder- und Jugendfreizeitbereich gibt es kaum Angebote, die die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Gestaltung ihrer Kommune fördern. Es gibt kaum Aufgaben, an denen die Zielgruppe wachsen kann und wenig Treffpunkte. Dies fördert erheblich die Abwanderung von jungen Menschen, die in ihrer Heimatstadt keine Perspektive mehr sehen und in die Großstädte ziehen. Durch die Abwanderung geht Meiningen aber erhebliches Potential verloren. Wir möchten den Kindern daher zeigen, dass sie gesehen werden und ihre Stimme zählt. Durch die ländliche Struktur haben die Kinder und Jugendlichen kaum Kontakte zu nichtdeutschen Menschen. Alltagsrassimus und wenig Empathie für Menschen, die nach Deutschland fliehen, sind in Meiningen an allen Schulen spürbar. Wir bringen daher Kinder zusammen, um Vorurteile abzubauen.
Auch in diesem Jahr werden wir Kooperationen zu verschiedenen anderen Vereinen, Institutionen etc. eingehen. Besonders große Kooperationspartner werden die Stadt Meiningen (Stadtverwaltung und Ordnungsamt) sowie das Landratsamt Schmalkalden- Meiningen sein. Wie bereits erwähnt, werden einige Workshops von externen Kooperationspartner*innen gestaltet. Dazu gehören zum Beispiel das KSZU Meiningen oder die Polizei. Gerade im Bereich der Workshops würden wir jedoch gerne noch weitere regionale Institutionen einbinden. Zudem bekommen die Berufsgruppen Aufträge von ihren Berufspaten überreicht. Diese Patenschaften lassen sich auch als Kooperationen bezeichnen, da beispielsweise die Hennenpost die Möglichkeit bekommt, eine Seite im Meininger Tageblatt zu füllen und so Einblicke in den Beruf des Journalisten bekommt. Auch die Meininger Feuerwehr steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Gerne würden wir die Zusammenarbeit mit regionalen Politikern noch ausbauen und Gesprächsrunden ermöglichen.
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Der Engagement-Wettbewerb „machen!2023“ würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) suchen die besten 100 Ideen für den Zusammenhalt bei euch vor Ort.
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