Ihr Browser ist veraltet und wird von dieser Web-App nicht mehr unterstützt. Einige Funktionalitäten könnten daher eingeschränkt oder gar nicht verfügbar sein. Um die Applikation in vollem Umfang nutzen zu können, aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neuste Version.
Unsere Gemeinde befindet sich in einer der dünnbesiedelsten Gegenden Deutschlands, es mangelt nicht nur an kulturellen Angeboten für junge Menschen, auch die einzige Kaufhalle im Umkreis von 30km wurde letztes Jahr geschlossen, ebenso der einzige EC-Automat. Die Folge: Leerstand und ein Wettbewerb um die Nachfolge, Netto oder der Inklusionsorientierte Capmarkt. Anhand dieser Auseinandersetzung zeigte sich die Spaltung der Gemeinde. Es gab alles von Unterschriften zu Drohbriefen. Netto bekam den Zuschlag, Konzern und Politik haben sich auf einen Neubau an der Bundestrasse geeinigt, so dass die Kaufhalle ab nächstem Jahr nach der Zwischennutzung zu einem weiteren dauerhaften Leerstandsgebäude im Ortszentrum wird. Wir wollen dem entgegenwirken und mit der regionalen Bevölkerung einen Ort kreieren, der mehr bieten kann als Warenkonsum. Als Start: Ein kleines Festival in der Kaufhalle der Möglichkeiten. Es soll (aus)getauscht werden, nicht bezahlt. Der Parkplatz und die Halle werden mit Angeboten belebt. Hier erzählt jemand (s)eine Geschichte, erhält im Tausch ein Gedicht oder einfach ein offenes Ohr, im Regal können Flohmarktsachen und Bücher gegen anderes getauscht werden, die eigene Radiobühne und Livemusik tauschen Unterhaltung gegen Liederwünsche, an der Weltbaustelle gestalten Jung und Alt Visionen unseres Ortes und verschönern damit die Wände. Zeitwohlstand soll im Mittelpunkt stehen z.B. eine gemeinsame Essenstafel, Begrünung, Tischtennis etc. soziales Leben vs. Leerstand.
gegründet
Status
Beendet
Ort/Region
Möllenhagen , Mecklenburgische Seenplatte
Bundesland
Mecklenburg-Vorpommern
Organisation
Verein
Auf jeden Fall. Leerstand ist auf dem Land, gerade in Mecklenburg- Vorpommern z.B. immer wieder ein großes Thema, ehemalige soziale Treffpunkte wie Bistros, oder andere Zentren stehen leer und verwahrlosen. Dies erzeugt ein frustrierendes Stadt und Umgebungsbild und führt immer wieder ein Gefühl von Mangel oder Zurückgelassenheit vor Augen anstelle von Leichtigkeit oder Lebensfreude. Diese Orte- und sei es wie in unserem Projekt temporär- zu beleben, v.a. mit Tausch und Zeitmöglichkeiten anstelle von Konsumbuden, kann Kraft und Inspiration geben. Vor Ort leere Räume, Brachflächen., Parkplätze oder Leerstand mit Leben zu füllen sollte sehr gut umgesetzt werden können, auch mit wenig Mitteln.
Leichtigkeit, Austausch, und Niederschwelligkeit. Der Rückzug ins Private ist bei uns stark zu beobachten, Kids an Handys am Dorfparkplatz, die Erwachsenen zuhause unter sich. Der oft notwendige Blick aufs Portemonnaie, die wachsenden Krisen und die dazugehörigen Echoräume verschiedener Lager machen es immer schwerer offen in Austausch zu kommen. Teils spielt Ablehnung, oft aber auch Scheu und die mangelnden Angebote eine große Rolle. Wir wollen erreichen, dass vielen Menschen in der Umgebung die Möglichkeit geboten wird einen Tag oder ein Wochenende an diesem so anders konnotierten Ort qualitative Lebenszeit zu verbringen. Das Gefühl nicht immer Geld zu brauchen oder aus dem gleichen Background kommen zu müssen um zusammen wertvolle Zeit zu genießen und gemeinschaftlich einen Ort kreativ erlebbar machen zu können. Ein Dorfplatz kann Gemeinschaftszentrum oder kalter nackter Raum sein, wir wollen uns alle spüren lassen, das Transformation möglich ist und Selbstwirksamkeit.
Zuerst werden wir unser bereits durch Workshops gestartetes Netzwerk mit Kulturakteur*innen, Vereinen und Vertreter*innen der Verwaltung und Politik einladen sich zu beteiligen und die ersten Aktionen einzuleiten. Konkret: Klärung der Raumnutzung, des Platzes etc. Ein Planungskomittee bestehend aus Vertreter*innen des Gemeinderates, des Jugend- und Sozialengagements der Kirchengemeinde, unseres Vereines und Kunst/Kulturschaffende erarbeitet den Zeitplan und das Programm. Hierfür werden u.a. Fragebögen im Ort verteilt zu den Themen: was wünscht ihr euch? Was fehlt? Was habt ihr für Ideen?(Anonym). Das Programm wird erarbeitet und in verschiedenen Runden entschieden, Zuständige angefragt bzw. beauftragt. Die Vereine werden einbezogen mitzugestalten und Anwohner*innen zu animieren, wir werden in die Schulen gehen und auch unsere bereits existierenden Projekte und Abschlussperformances aus z.B. Theaterworkshops einbinden. Die Architektin und soziale Stadtplanungsforscherin Gabu Heindl wird beratend begleiten. Je nach geplanten Programmen beginnen ca. 2 Wochen vor dem Fest die Vorbereitungen: Wir sind vor Ort, bauen auf, gestalten die Räume, Proben gemeinsam an den performativen Aktionen, basteln, begrünen mit allen Freiwilligen und laden zum Austausch und einbringen ein. Unsere Vereinsmitglieder sind verbindlich für Auf und Abbau eingeplant und die Zuständigen betreuen die Angebote. Dann geht es los und wird, wie so oft, unerwartet und voller Überraschungen verlaufen.
Wir wollen mit diesem Projekt v.a. versuchen die jungen Menschen und Kinder zu erreichen sowie die ""alteingesessenen"" Familien. Die Trennung zwischen Zugezogenen und den schon immer ortsansässigen ist tatsächlich oft spürbar. Wie wir bei anderen Projekten oft erleben, beginnt die Kommunikation meist über die Kinder, die offener sind, weniger Berührungsängste haben und sich über Angebote per se freuen, sie laden ihre Eltern zum Verweilen ein und dann entstehen erste Gespräche und zunehmend kommen auch die Älteren aus ihren Häusern und lassen sich ein wenig ein. In der Vorbereitung wollen wir über unsere ortsansässigen Vereine bereits Spuren legen und Verbindungen für die Ausgestaltung und Teilnahme am Fest.
Wir bauen derzeit unser regelmäßiges Netzwerktreffen zwischen verschiedenen Kulturinstitutionen und Vereinen sowie Politik und Verwaltung auf, hier können wir auf einige verbündete Unterstützer*innen zählen. Außerdem werden sich die ""Landfrauen"" einbringen sowie die ortsansässige Freiwillige Feuerwehr, die uns oft mit Tischen, Buden etc. aushilft. Dazu kommt die Kirchengemeinde Möllenhagen, der dortige Beauftragte für einen Austausch- und Begegnungsort arbeitet auch jetzt schon mit uns zusammen für die Jugendtheaterworkshops, ebenso wie das Kinderheim Wendorf und unser örtlicher Kneipenwirt.
Dieser Steckbrief wurde aus einer anderen Datenbank übernommen. Melde dich als Projektinitiator*in an, um die Daten zu bearbeiten.
Der Engagement-Wettbewerb „machen!2023“ würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) suchen die besten 100 Ideen für den Zusammenhalt bei euch vor Ort.
Zur Sammlung hinzugefügt!
Aus Sammlung entfernt