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In welchem Kontext hilft Tanzen? Warum ist Tanzen wichtig?
Tanzen ist eine abwechslungsreiche Freizeitaktivität. Es ist gesundheitsfördernd und hält fit! Durch die Bewegung können Muskelaufbau/-kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewichtssinn, Gelenkigkeit, Elastizität, motorische Kreativität und Konzentrationsfähigkeit gefördert werden. Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl werden gestärkt. Es stellt ein gutes Gehirnjogging dar, sich Tanzbewegungen zu merken und sich an früher erlernte zu erinnern.
Das Tanzen bietet hervorragende Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, die wiederum sehr stark die Gesundheit beeinflussen. Durch Tanz kann ein Gemeinschafts- und Gruppenzugehörigkeitsgefühl geschaffen werden. Tanzen verbindet: Man lernt neue Leute kennen und wird sozial integriert.
Durch Tanz kann man seine Befindlichkeiten, Emotionen, Zustände und Bedürfnisse ausdrücken; auch Gefühle, die nicht in Worte zu fassen sind. Man kann sich anderen mitteilen und sogar Handlungen bildlich darstellen. Energie und Lebensfreude werden geweckt. Man kann durchs Tanzen ganzheitlich gefördert werden, seinen Körper kennenlernen, es bereitet Spaß, fördert das Wohlbefinden und kann glücklich und zufrieden machen. Tanzen kann sogar heilen, z. B. gegen Depressionen und Stress wirken. Es befreit von der Schwere der Dinge. Mit Hilfe von Tanz können Therapie-, Erziehungs- und Lernziele erreicht werden.
Dem Zuschauer führt der Tanzende die Ausdruckskraft und Eleganz des menschlichen Körpers vor Augen. Er wird durch Tanzende unterhalten. Tanzen ist ein ästhetisches Erlebnis, welches die Sinne anspricht. Auch bei Feierlichkeiten ist es ein wichtiger Bestandteil.
Wie geht das? Was ist zu beachten?
Ihr könntet für Neueinsteiger ein Schnupperangebot anbieten, z. B. einen Workshop, einen 10 Stunden umfassenden Kurs oder den oder die ersten Male oder Monate kostenfreies Training. Um möglichst viele Menschen beim Tanzen zu begeistern und zu fördern, sollte freier Raum für Individualität gelassen werden, in dem die Teilnehmer sich selbst ausdrücken und eigene Ideen umsetzen können.
Bei Freizeittänzern sollte nicht das Ziel die Perfektion in Bewegungsausführung und Rhythmus sein, vielmehr sollte jedem ein Zugang zum Tanzen ermöglicht werden. Viel Lob ist daher wichtig. Individuelle Schwächen sollten ausgeglichen werden.
Beim Tanzen wird Musik so interpretiert, dass die Tanzbewegungen möglichst stimmig und wirkungsvoll aussehen. 1-1,5 Stunden sind eine gute Länge für eine Trainingseinheit. Orientiert euch an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Teilnehmer! Zu Beginn solltet ihr euch erwärmen. Das geht auch mit bereits bekannten, ruhigeren, gut sitzenden Tänzen. Dann könnt ihr euren Teilnehmern höhere Leistungen abverlangen bzw. ihnen in Übungssequenzen Neues beibringen. Dazu tanzt ihr die Schritte trocken (also ohne Musik) vor, während die Teilnehmer euch spiegeln. Betitelt die Schritte, die ihr macht, dann zählt mit und anschließend tanzt ihr zu Musik. Die Musik kann je nach Programm und Technik auch langsamer gestellt werden, für den Fall, dass das Original für den Anfang zu schnell ist. Korrigiert Fehler und lasst an fehlerbehafteten Stellen mehrfach langsam mittanzen, bis sie einigermaßen sitzen. Wiederholt den Tanz ein paar Mal und die nächsten Stunden selbstverständlich ebenfalls! Am Ende des Trainings tanzt ihr in der Cool-Down-Phase wieder Entspannteres, Bekanntes. Zwischendurch könnt ihr eine Trinkpause einbauen.
Was brauche ich dafür?
Zum Tanzen braucht man lediglich einen tanzerfahrenen Anleiter, Sportklamotten, ausreichend Platz und Musik. Der Ort sollte gut durchlüftet und eher kühler sein als zu warm (warm genug wird einem beim Tanzen sowieso). Ein spezieller Tanzboden bzw. Parkett dämpft die Tanzschritte und ist gelenkfreundlicher und besser geeignet für Drehungen als z. B. Steinboden. Eine Spiegelwand ist nicht zwingend notwendig, jedoch praktisch, damit jeder Teilnehmer selbstständig kontrollieren kann, wie er bei den einzelnen Bewegungen aussieht.
Man kann zum Tanzen Materialien dazu nehmen wie Bälle oder Bänder. Dies kann der Auflockerung und Abwechslung dienen.
Wichtige Abwägungen
Überlegt euch, ob ihr ausschließlich Spaß an der Bewegung vermitteln wollt oder ob ihr mit euren Leuten ein bestimmtes Ziel erreichen wollt, z. B. einen Auftritt. Je nachdem müsst ihr euer Training ausrichten.
Die Veranstaltung sollte an das Niveau der Teilnehmer angepasst werden. Gibt es unter euren Tanzenden sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene, teilt die Gruppe auf, sodass die Besseren nicht unter- und die Schlechteren nicht überfordert werden!
Betreiberkonzepte
Ihr könnt eine Tanzschule gründen, euch in einem Verein organisieren oder einfach alleine ein Tanzprojekt anbieten. Je nachdem unterscheidet sich die Höhe des Unkostenbeitrags für eure Tanzenden. Tut ihr euch einfach so zusammen und mietet einen Raum, müsst ihr euch lediglich die Raummiete teilen. Vielleicht stellt euch eure Gemeinde, euer Dorf oder ein Verein in der Umgebung auch einen kostenlosen Raum zur Verfügung. Fragt ruhig nach!
Welches Angebot wäre möglich?
- Workshops, Kurse
- Angebote in Schulen und Kitas
- Battle, Wettbewerb, Turnier, Tanzsportabzeichenprüfung
- Fest(ival), Ball
- Tanzcamp
- Tanztee
- Tanzlokal, Tanzgaststätte, Tanzbar
- Tanztreff, Tanzclub, Tanzkreis, Tanzgruppe
- Tanztherapie
- Tanztheater
- künstlerische Intervention
The Actiondance Federation Germany (TAF Germany) ist ebenso ein deutscher Tanzverband, in welchem Tanzschulen, Vereine, Clubs, Tanzgruppen und Tänzer Mitglied werden können. Das Augenmerk des Verbands liegt auf modernen Tanzsparten. Mit eurer Mitgliedschaft oder der eures Vereins könnt ihr bei (inter)nationalen Wettkämpfen starten.
Ist man Mitglied im Deutschen Tanzsportverband, kann man an Wettbewerben und Turnieren teilnehmen. Der DTV bildet Lehrkräfte aus, veranstaltet Schulungen, gibt Trainern Lehr- und Unterrichtsmaterial, unterstützt bei Werbung, Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gewährt günstige Sportversicherungen, informiert über aktuelle Entwicklungen im Tanzsport und berät und unterstützt bei der Talentsuche und -förderung. Als Verein wird man vom DTV gefördert; er schreibt Förderpreise aus, ist Ansprechpartner bei rechtlichen Fragen und vertritt gegenüber politischen Institutionen und Behörden.
Der Dachverband Tanz vernetzt, vermittelt, berät, erarbeitet Positionspapiere und Konzeptionen für die Förderung des Tanzes, schreibt Förderprogramme aus, macht Kampagnen und Initiativen und führt Projekte durch. Als Einzelperson, Verein, Ensemble, künstlerisches Kollektiv, Tanzhaus, Archiv und Tanzfestival könnt ihr Mitglied werden. Die Mitglieder können sich in Fachausschüssen, Arbeitsgruppen, in gemeinsamen Initiativen, Kampagnen, Symposien und Modellprojekten engagieren.
Auf der Seite Sportpäd@gogik online findet ihr Hefte, Materialsammlungen, Lehrhilfen und Lehrmittel, u. a. viele Videos, um Tanzen im Unterricht einzusetzen. Aber auch für andere Angebote könnt ihr euch hier Anregungen holen.
Der Deutsche Bundesverband Tanz beschäftigt sich mit allen möglichen Sparten des Amateur- und Breitentanzes. Er bietet Veranstaltungen für alle Altersgruppen an: für Kleinkinder ab 3 Jahren (frühkindliche Bildung), für Kinder und Jugendliche (Kooperation mit Schulen und Vereinen), für Erwachsene (Kurse, Angebote, Fachtagungen, Fort- und Ausbildungen in Kooperation mit Hochschulen und Universitäten, z. B. Tanzpädagogik), für Senioren und zur Prävention, Reha und Therapie. Ihr könnt Mitglied einer seiner 15 Landesverbände werden.