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Ein Jugendbeteiligungsbüro für die Kleinstadt

In der Sächsischen Landkreisordnung ist festgeschrieben, dass Jugendliche bei allen Entscheidungen, die sie betreffen, auf politischer Ebene mit zu beteiligen sind. Dafür sind geeignete Instrumente zu entwickeln. So weit, so gut, so formal. Das heißt, Jugendliche sind quasi in alle Entscheidungen einzubeziehen. Es sind aber dafür noch keine Methoden entwickelt worden, wie das Ganze so vonstattengeht. Wir haben dafür das Planungsbüro als Anlaufpunkt entwickelt, um Jugendlichen zu helfen, ihre Pläne und Ziele für die Region zu verwirklichen. Einerseits natürlich, um auf die Bedürfnisse und Wünsche von jungen Menschen bezüglich ihrer Lebenswelt einzugehen, andersrum aber natürlich auch für die Stadt, um Halte- und Bleibefaktoren in der Region zu schaffen und dem demografischen Wandel einfach etwas entgegensetzen zu können, sodass nicht immer mehr junge Leute nach Leipzig, Chemnitz, Dresden oder in andere Metropolregionen abwandern.

DemografieDemokratieKommunalpolitikBeteiligungsstrukturen schaffen

Das braucht es

In der Jugendarbeit bauen wir gerade erst die Strukturen auf. Deswegen arbeiten wir daran, dass wir einen zivilgesellschaftlichen, gemeinnützigen Verein auf die Beine gestellt kriegen, der das vielleicht nicht mit einer fachlichen Stelle betreuen kann, aber zumindest ehrenamtlich Engagierten ein bisschen finanziellen Beistand leisten kann. Deswegen haben wir den neuen Jugendbildungsverein auch als Förderverein konstruiert, damit es möglich ist, Mittel zu organisieren.

Das nehmen wir mit

Über den Jugendbeteiligungsladen haben wir lange diskutiert. Ich sage immer, wir brauchen noch mehr aufsuchende Jugendarbeit, weil die Kommunen das einfach nicht schaffen. Wir haben eine Teilzeitstelle von drei Stunden in der Woche für 33 Ortsteile. Doch der Landkreis hat auch kein Geld dafür, der ist wie alle Landkreise in Sachsen, hoch verschuldet. Das geht schon seit Jahren so und deswegen soll zum Beispiel auch Schulsozialarbeit zurückgefahren werden, weil das Geld nicht mehr reicht.

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