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Unser gemeinnütziger Verein ist Träger des Christlichen Gymnasiums "Rudolf Stempel" Riesa. Dessen Ziel ist es, Schule mit ganzheitlicher, d. h. insbesondere sozialer Bildung, in einer Schulgemeinschaft, welche von Achtung, Respekt, Toleranz und Solidarität getragen wird, zu gestalten. In diesem Zusammenhang entstand das Projekt "Verantwortung", bei welchem sich Schülerinnen und Schüler (SuS) der Kl. 7 und 8 wöchentlich eine Stunde ehrenamtlich und eigenverantwortlich in einer sozialen, gemeinnützigen oder zu großen Teilen mit staatlichen Mitteln finanzierten Einrichtung (Kita, Hort, Seniorenheim, Tierheim, Feuerwehr, Bibliothek …) engagieren. Die SuS suchen sich zu Beginn des jeweiligen Schuljahres selbstständig eine Einrichtung, bewerben sich dort und unterstützen über ein gesamtes Schuljahr regelmäßig. Ein/e Projektverantwortliche/r des Vereins begleitet die SuS und unterstützt, wenn erforderlich, bei der Stellensuche und Bewerbung, aber auch bei eventuellen Herausforderungen und Problemen in den Einrichtungen. Einmal pro Schuljahr wird dabei auch jede Einrichtung vom Projektverantwortlichen besucht. Nach Ende der 7. Klasse suchen sich die SuS dann für Klasse 8 eine andere Einsatzstelle. Nach unserer Erfahrung bleiben nach diesem Projekt viele SuS auch nach Klasse 8 in verschiedenen Einrichtungen aktiv, aktivieren teilweise auch weitere junge Menschen und gestalten und unterstützen so nachhaltig die Gesellschaft in unserer Region.
gegründet
Status
Etabliert
Ort/Region
Riesa , Meißen, Nordsachsen, Elbe-Elster
Bundesland
Sachsen
Wirkungsraum
Region
Das Projekt kann auf jeden Fall auch an anderen Orten umgesetzt werden, da es überall junge Menschen gibt, die sich engagieren wollen bzw. an dieses herangeführt werden sollten. Außerdem wird den jungen Menschen durch das Projekt auch die Verbundenheit mit ihrer Heimat und die Attraktivität ländlicher Regionen bewusster, mit dem Ziel, sie auch im späteren Berufsleben in der Region zu halten. Desweiteren gibt es überall Einrichtungen, deren personelle Ressourcen stark eingeschränkt sind und die dringend, gerade im Hinblick auf Überalterung und zunehmenden Bevölkerungsrückgang ländlicher Regionen, dringend nachhaltige Unterstützung benötigen. Unser Projekt wird bereits bei Tagen der offenen Tür und bei anderen schulischen Veranstaltungen publik gemacht. Zukünftig möchten wir durch Öffentlichkeitsarbeit über Sozial Media, in den Regionalzeitungen und auf Veranstaltungen unserer Region wie Stadtfest, Vereinsfest o. ä. auf das Projekt aufmerksam machen. In diesem Zusammenhang ist auch die Erarbeitung eines digitalen Padlets angedacht, auf dem sich SuS und Einrichtungen präsentieren und vernetzen können.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung von sozialem und ehrenamtlichem Engagement der jungen Menschen in unserer ländlichen Region, die zunehmend von Überalterung der Bevölkerung und weniger Attraktivität und Perspektiven für junge Menschen geprägt ist. Sie lernen während ihres Einsatzes Teamfähigkeit, Selbstvertrauen, Empathie und weitere wichtige Softskills, die für ihr Leben von Bedeutung sind. Außerdem fördert das Projekt Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit, öffnet Generations- und Nationsgrenzen und die SuS bereichern durch ihr Engagement den Alltag ihrer Mitmenschen und erfahren, was es bedeutet, von anderen bzw. der Gemeinschaft gebraucht zu werden und etwas bewirken zu können.
Da das Projekt bereits einige Jahre durchgeführt und, wenn erforderlich, angepasst wird, sind aus meiner Sicht kaum Unwägbarkeiten zu erwarten.
Wir wollen mit diesem Projekt Kinder und Jugendliche erreichen. Sie lernen wichtige Softskills, die sie im schulischen Kontext, aber auch im späteren Leben befähigen, zu verantwortungsbewussten, eigenverantwortlichen, engagierten und toleranten Menschen unserer Gesellschaft heranzuwachsen. Desweiteren erreichen wir zahlreiche soziale und gemeinnützige Einrichtungen unserer ländlichen Region und die in diesen Einrichtungen tätigen Menschen und Menschen, die in diesen auf Unterstützung angewiesen sind. Das können grundsätzlich Personen aller Altersgruppen, sozialen Schichten und Herkunft sein. Personen, die in den Einrichtungen tätig sind, erfahren Unterstützung in ihrer herausfordernden Arbeit und Interesse und Anerkennung der jungen Generation an ihrer Arbeit. Menschen, die betreut oder unterstützt werden, fühlen sich wertgeschätzt und erfahren zusätzliche intensivere Betreuung durch mehr Manpower.
Wir arbeiten auf der Suche nach zu unterstützenden Einrichtungen eng mit den Eltern unserer SuS im Rahmen von Eltern-Schule-Arbeitskreisen oder Elternrat zusammen. Mit zahlreiche Einrichtungen unserer Region, die Unterstützung durch SuS benötigen bzw. bereits erfahren haben, haben sich auch in anderen Kontexten Kooperationen ergeben. Für die Begleitung unserer SuS über das gesamte Schuljahr hinweg benötigen wir weitere personelle Unterstützung. Dort möchten wir eine zusätzliche Kooperation mit Sozialpädagoge/innen von Jugendhilfeeinrichtungen aus Riesa schließen.
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Der Engagement-Wettbewerb „machen!2023“ würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) suchen die besten 100 Ideen für den Zusammenhalt bei euch vor Ort.
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