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Ein Verein ist eine freiwillige, auf Dauer gegründete Vereinigung von (juristischen und/oder natürlichen) Personen zum Verfolgen eines bestimmten gemeinnützigen Zwecks.
In welchem Kontext helfen Vereine? Warum sind sie wichtig?
Für euer Projekt könnt ihr euch aktive, vor Ort ansässige Vereine suchen, um mit ihnen zu kooperieren. In ihnen findet ihr bestimmt viele Vereinsmitglieder, die euch bei der Aufgabenbewältigung unterstützen wollen, weil sie vielleicht ähnliche Ziele oder Positionen verfolgen wie ihr. Scheut euch nicht, andere Interessen, Positionen oder Sichtweisen zu euch einzuladen!
Nicht nur die Mitglieder selbst können euch im Projekt helfen, auch der Verein mit seinem Dienstleistungs-, Informations- und Beratungsangebot kann das. Das Gute ist: Da er vor Ort agiert, ist sein Handeln auf regionale Bedürfnisse zugeschnitten. Der passende Verein könnte natürlich auch Träger eures Projektes werden. Oder aber ihr gründet selbst einen Verein, wenn ihr euch längerfristig mit eurem Projekt beschäftigen wollt. Das macht einiges leichter, z. B. die Finanzierung. Durch die Rechtsverbindlichkeit eines Vereins könnt ihr nämlich Fördergelder in Anspruch nehmen.
Informiert euch über Vereine in eurer Umgebung, die zu eurem Projekt passen könnten! Überlegt, wie sie euch vom Inhalt oder vom Organisatorischen her bei eurem Projekt nützen können! Zögert nicht, sie bei Bedarfen, Fragen oder Problemen anzusprechen! Nutzt ihre Informationen, ihre Beratung, ihre Angebote, Dienstleistungen, ihre Fachleute und ihr Know-how!
Was brauche ich für die Gründung eines Vereins?
Ein nicht eingetragener Verein benötigt 2, ein eingetragener 7 Mitglieder. Habt ihr euren Verein eintragen lassen, müsst ihr jetzt noch eine Vereinssatzung schreiben, welche von mindestens 7 Leuten unterschrieben werden muss. Danach findet eine Gründerversammlung statt, bei der der Vorstand (1-5 Personen) gewählt und der Name eures Vereins festgelegt wird. Der muss sich dann ins Vereinsregister eintragen lassen. Zusätzlich können noch Kassenwart und Beirat ernannt werden. Es findet i. d. R. jährlich eine Mitgliederversammlung statt, in der diese gewählt werden. Ihr seht schon: Ganz so einfach ist es doch nicht! Der Vereinsvorstand muss viel organisieren und viel Bürokratie erledigen.
Der eingetragene Verein (e. V.)
Lasst ihr euren Verein ins Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichts eintragen, hat das Vorteile: Ihr bekommt Steuererleichterungen oder sogar -befreiung und ihr könnt als juristische Person auftreten, seid also nicht mehr persönlich haftbar. Der Verein muss zwar gemeinnützig sein, kann aber auch einen wirtschaftlichen Betrieb beinhalten. Die Einnahmen könnt ihr dann für euren Verein verwenden.
Was bedeutet Gemeinnützigkeit?
Euer Verein ist dann gemeinnützig, wenn er die Allgemeinheit materiell, geistig oder sittlich fördert, und zwar selbstlos. Außerdem darf euer gemeinnütziger Verein ausschließlich gemeinnützige Ziele verfolgen.
Was ist der Nachteil an der Gemeinnützigkeit?
Finanzämter verstehen wenig Spaß. Sobald der Vorstand einen Fehler macht, kann die Gemeinnützigkeit aberkannt werden. Und nicht nur das: unter Umstanden droht ihm dann eine persönliche Haftung seines Vereins gegenüber.
Der nicht eingetragene Verein
Ein nicht ins Handelsregister eingetragener Verein wird wie eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) behandelt. Er ist eine Körperschaft, keine juristische Person. Ihr haftet persönlich mit eurem Vermögen. Wenn das Finanzamt euren Verein als gemeinnützig einstuft, gibt es aber trotzdem steuerliche Vergünstigungen. Für zeitlich begrenzte Vorhaben wie Kampagnen bzw. Spendenaktionen ist diese Vereinsart gar nicht so schlecht.
Der wirtschaftliche Verein
Nur wenn keine andere Rechtsform passend ist, könnt ihr einen wirtschaftlichen Verein zu einem wirtschaftlichen Zweck gründen, z. B. bei Erzeugergemeinschaften. Dann wird euch eure Rechtsfähigkeit von eurem Bundesland staatlich verliehen.
Der Verein der Vereine:
Vielleicht habt ihr noch andere Initiativen oder Vereine bei euch in der Nähe!? Dann könntet ihr einen Verein mit ganz unterschiedlichen, eigenständigen Sparten gründen, was für alle Ehrenamtlichen eine Erleichterung darstellen würde, da Formalitäten, Bürokratie und Buchhaltung durch einen Vorstand abgewickelt werden. Und das Gute ist: Es verbindet auch die Mitglieder untereinander, da sie viel mehr in Austausch kommen. Jede Sparte sollte natürlich trotzdem eigenständig bleiben und weiterhin seine eigenen Regelungen und Vereinbarungen haben. Durch die vielen Mitgliedsbeiträge und vielleicht sogar eine Förderung wäre dann sogar das Einstellen eines Mitarbeiters auf Minijob- oder Honorarbasis denkbar, der sich um die eher unbeliebten Vorstandstätigkeiten kümmert.
Weiterführende Informationen
Dieser Leitfaden hilft euch bei der Gründung, Führung, Umwandlung oder Auflösung eures Vereins. Besonders praktisch sind die zahlreichen Formulierungsmuster: Sauter, Eugen; Schweyer Gerhard (2021): Der eingetragene Verein. München
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Andere Webseite
Netzwerke
Nicht nur Mitglieder sind im Verein wichtig, auch Leute, die von außen mitwirken. Wie euch Netzwerke in eurem Verein helfen können, erfahrt ihr hier.
Habt ihr bereits einen Verein gegründet und sucht nach einer guten Form des Internetauftritts, sind in dem kostenlosen E-Book "Gemeinnützigkeit in Vereinen" gute Tipps zu Websites und sozialen Netzwerken zu finden.