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Museum

Ein Museum ist eine gemeinnützige, der Öffentlichkeit zugängliche auf Dauer angelegte Sammlung von Kulturgütern.

In welchem Kontext hilft ein Museum? Warum ist ein Museum wichtig?

In einem Museum werden (im)materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, erforscht, fachgerecht dauerhaft (auf)bewahrt, bekannt und Besuchern zugänglich gemacht. Dabei eröffnen Museen den Besuchern eine Illusion, in eine historische Situation, in ein prähistorisches oder aktuelles, natürliches oder kulturelles Umfeld einzutauchen. Es kann auf etwas aufmerksam gemacht werden, was der Besucher bisher für noch nicht als für so wichtig erachtet hat. Museen vermitteln Wissen, dienen Studienzwecken, dem Lernen und dem Erleben und bewahren Tradition und Kultur. Die Besucher werden zum Nachdenken angeregt und haben im Museum Spaß und Freude, abseits des Alltags.

Wie geht das? Was ist zu beachten?

In einem Museum sollten Hintergrundinformationen so spannend und abwechslungsreich wie möglich vermittelt werden. Euer Museum muss eine klare Struktur, Zusammenhänge und die Möglichkeit zum eigenen Handeln bieten. Dabei sollte es dem Zeitgeist entsprechen. Neben Ausstellungsstücken (Exponaten) gibt es Tafeln mit Text und Bildern, etwas zum Anfassen, Tasten, Riechen, Schmecken, Hören und Bilder, Filmchen, Vorführungen oder Effekte mit Licht, Farbe, Ton und Bewegung zum Anschauen. Besucher sollten im heutigen Mitmach-Museum die Möglichkeit haben, sich aktiv zu beteiligen, z. B. durch interaktive Mitmachlernstationen, durch Spiele, ein Quiz oder etwas zum Ausprobieren. Spiel und Spaß sowie Witz und Humor sollten nicht zu kurz kommen. Das Erscheinen historischer oder fiktiver Persönlichkeiten erzeugt Spannung und sorgt dafür, dass der Besucher für die Vermittlung der angebotenen Themen aufgeschlossen ist. Die Möglichkeiten und Methoden zur Vermittlung der angebotenen Themen sollte originell und trotzdem seriös sein. Ihr könnt persönliche Bezüge zu Exponaten herstellen und Zeitzeugen ansprechen und diese erzählen lassen. Wichtig ist es, einen Bezug zur Gegenwart herzustellen. Eure Zielgruppen solltet ihr genau kennen, um sie möglichst gut ansprechen zu können. Museen im ländlichen Raum sprechen eher freizeitorientierte Besucher an als kulturaffine. Überlegt euch adäquate Öffnungszeiten, damit euer Museum gut besucht wird! Habt ihr keine Angst, dass Exponate geklaut werden, könnt ihr euer Museum auch mit Kasse des Vertrauens betreiben. Überlegt euch, wie viel Eintritt ihr nehmen wollte. Dieser dient dem Erhalt der Sammlung und Anlage. Eine Jahreskarte oder Mitgliedschaft könnt ihr ebenso im Angebot haben und Gutscheine sind immer ein beliebtes Geschenk. Ihr könnt im Museum das Fotografieren zu Privatzwecken erlauben. Habt ihr alte Gemälde, ist das Fotografieren mit Blitz verboten. Ihr könnt euch überlegen, ob Stative und Selfie-Sticks verboten werden sollen. Bei kommerzieller bzw. Social Media-Nutzung von Fotos solltet ihr vorher angefragt werden. Euer Museum sollte so gelegen sein, dass es mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist. Vielleicht erweckt ihr ja ein leerstehendes Haus wieder zum Leben. Exponate, die man aus Platzmangel nicht ständig zeigen kann, werden als Deponate im Depot verwahrt.

Was brauche ich dafür?

Einen Audioguide könntet ihr entweder gegen einen Aufschlag oder kostenlos zur Verfügung stellen. Diesen kann man, statt ein Gerät mit sich herumzutragen, auch über eine Website verfügbar machen, sodass ihn eure Besucher über den Browser ihres Smartphones öffnen können, um sich weiterführende Infos anzuhören. Damit nicht jeder Besucher mit Sack und Pack und dicker Jacke durchs Museum läuft, könnt ihr eine Garderobe und/oder Schließfächer einrichten. Auch ein Museumshop hinter dem Ausgang wäre denkbar. In ihm gibt es Material zum Thema eures Museums. Zu einem Museum passt auch ein Café oder Bistro. Innerhalb der Ausstellung sind Sitzmöglichkeiten wichtig. Damit der Besucher weiß, wo er langgehen soll, muss das Leitsystem verständlich sein. Dazu könnte es Pfeile an Wänden oder auf dem Boden, einen Lageplan oder auch eine Museums-App geben. Das Personal im Museum sollte den Besuchern Fragen beantworten können. Bewerbt euer Museum mit irgendetwas Außergewöhnlichem, Interessantem und auf jeden Fall Sehens- oder Erlebenswertem! Über einen Newsletter könnt ihr über Veranstaltungen, Ausstellungen und Themen informieren und Besucher dazu anregen, mal wieder ins Museum zu kommen. Ihr könnt euch mit anderen Museen austauschen, zusammenarbeiten und z. B. Exponate (ver-)leihen. Mit Bibliotheken, Archiven, Hochschulen, Schulen, Kindergärten, Vereinen und anderen Institutionen könnt ihr kooperieren oder sogar feste Partnerschaften eingehen. In einem Netzwerk aus Museen der Umgebung kann sich ausgetauscht, gemeinsam vermarktet, Ideen entwickelt und Sachen gemeinsam genutzt werden, z. B. digitale Anwendungen.

Betreiberkonzepte

Museen können von Privatleuten, Sammlern, Kirchen, Firmen, Universitäten und anderen Institutionen betrieben werden. Es besteht die Möglichkeit, Fördergelder zu akquirieren, einen Förderverein zu gründen oder das Museum durch eine Stiftung finanzieren zu lassen.

Welches Angebot wäre möglich?

- Dauer-, Wechsel-, Sonderausstellung, Aktionsangebote zu Sonderausstellungen - Ausstellungseröffnung - verbale Angebote: Führun­gen, Dialoge, Gesprächskreise, (Podiums-) Diskussionen, Expertengespräche, Vorträge - mediale Vermittlung: didaktische Angebote: Hand-Ons, Museums­koffer, Spiele, interaktive Stationen, Texte: Ausstellungsbeschriftungen, Museumsführer, Unterrichtsmaterialien, Begleithefte und Kataloge für unterschiedliche Zielgruppen, ton-­ und bildgebende Medien: Audioguides, PC-­Terminals, multimediale Anwendungen - weitere Infos oder Medien über QR-Code - Postkarten - Betreuung von Seminararbeiten, Kolloquien und Fachtagungen - Lange Nacht des Museums, Internationaler Museumtag, Weihnachten/Ostern im Museum - Museumspädagogik, Angebote für Schulen, Kitas, Familien, Schreib- oder Malwettbewerb, Museumsrallye, Ferienprogramm - Sommerakademie - Museumsshop, Museumscafé, Museumsbibliothek - museum of ideas: anstatt Gegenständen gibt es Ideen und Konzepte, auch Ort der Diskussion und des thematischen Austausches - Netzwerktreffen der Museen des Kreises - Lesungen, Workshops, Theater, Konzert, Kunsthandwerkermarkt

Mögliche Kombinationen mit Werkzeugen

Aktionen, Archiv, Ausstellungen, Café, Führungen anbieten, Kindergarten, Schule, Kino, Theater, Veranstaltungsort bieten, Workshops

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Andere Webseite

Anleitung zum Selbstentdecken – didaktische Materialien im Museum

In der "Anleitung zum Selbstentdecken – didaktische Materialien im Museum" lernt ihr an Projektbeispielen viele didaktische Materialien kennen wie Erlebnisrallye, Spurensuche, Themenkoffer, Entdeckerrucksack, Ausstellungstagebuch und Entdeckerbuch. Außerdem erfahrt ihr, wie eine langfristige Kooperation zwischen Schule und Museum gelingen kann.

Andere Webseite

Der Deutsche Museumsbund

Der Deutsche Museumsbund ist ein bundesweiter Interessenverband der Museen und ihrer Mitarbeiter. Neben spannenden Projekten informiert er über aktuelle Förderprogramme, hat diverse Fachgruppen und Arbeitskreise, eine Jahrestagung, ein Expertennetzwerk und diverse Publikationen. Er engagiert sich in politischen Ausschüssen und Gremien, macht durch Stellungnahmen, Interviews und Vorträge Lobbyarbeit und arbeitet u. a. mit an Gesetzesänderungen.

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Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten

In dem Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten des Deutschen Museumsbundes könnt ihr nachlesen, wie ihr im Museum richtig dokumentiert, wie ihr Exponate abgebt, aussondert oder digitalisiert und Daten mit anderen Portalen und Museen austauscht.

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