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Neben Zuhause und Arbeitsplatz brauchen Menschen "Dritte Orte" für ungezwungene Begegnungen. Räume öffnen bedeutet, solche Treffpunkte zugänglich zu machen - sei es die Bibliothek mit erweiterten Öffnungszeiten, das Rathaus als Veranstaltungsort oder der Schulhof als Nachbarschaftstreff. Diese Orte sind offen für alle, ohne Konsumzwang oder Mitgliedschaft. Sie ermöglichen zufällige Begegnungen und stärken den sozialen Kitt. Wer Räume öffnet, schafft Grundlagen für lebendige Gemeinschaften.
In welchem Kontext hilft es, Alltagsorte zu öffnen? Warum ist das wichtig?
Alltagsorte sind das Stadtzentrum, der Marktplatz, Straßen, Kreuzungen, (Park-)Plätze, (Tier-)Parks, Friedhöfe, Gärten, Spiel- und Sportplätze, Schwimm- und Freibäder, Museen, Kirchen, Ämter, Begegnungszentren, Jugendclubs, Schulen, Kindergärten, Supermärkte und Läden, auch Bäcker, Friseure, der Arbeitsplatz, die Kantine, das Fitnessstudio, das Theater, Kino, die Bibliothek, Disko und Club, Restaurant, Café, Bar und Kneipe oder auch ein Zug(-abteil).
Alltagsorte sind in unserem Leben wichtige Konstanten. Öffnet man sie zu anderen als den üblichen Anlässen, können sie zu Begegnungsorten werden (wenn sie es nicht schon vorher waren), an denen Leute zusammenkommen, um gemeinsam außerhalb ihres Alltags etwas Neues zu erleben. Da ausreichend Orte der Begegnung oftmals fehlen, ist es super, wenn Alltagsorte dazu geöffnet werden. Damit können unterschiedlichste Menschen zusammengeführt werden, was die Gemeinschaft stärkt und das Wohlbefinden der Menschen vor Ort, deren Lebensqualität sowie die Attraktivität der Region erhöht. Die Region wird dadurch lebendiger.
Wie geht das? Was ist zu beachten? Was brauche ich dafür?
Überlegt, welche Alltagsorte für euch spannend sind, was bisher an den Orten gemacht wurde und wie ihr diese in Zukunft nutzen könnt! Was wollt ihr dort ausprobieren und mit wem? Eure Angebote sollten nahe an der Lebenswelt der Menschen vor Ort liegen und z. B. Themen und Interessen beinhalten, die die Leute persönlich betreffen. Die Hemmschwelle sollte so gering wie möglich gehalten werden, sodass eine lockere Atmosphäre herrscht und jeder ohne Voraussetzungen (möglichst kostenlos) kommen und gehen kann, wie er will.
Welches Angebot wäre möglich?
- Straßen-Musik-, -Theater- oder -Filmfestival, -Kino, -Kulturtage
- (Volks-)Feste, (Jahr-)Märkte, Nachbarschafts- und Straßenfeste, Nachbarschaftstreffen
- Konzerte, Ausstellungen, Workshops, Lesungen, Kurse
- Infostände, Diskussionen, Konferenzen
- Friedhof als Ort des Spazierens und Joggens
Gemeinsam gestalten alle teilnehmenden Vereine ein Heft, in dem ein Gutschein von jedem Verein enthalten ist. Das Gutscheinheft kann es analog und/oder digital geben und sollte für alle Interessierten erhältlich sein. So können (neue) Bewohner*innen von den Vereinen vor Ort erfahren und ihre Angebote kennenlernen. Außerdem präsentieren sich die Vereine als Engagement-Netzwerk und machen die vielfältige ehrenamtliche Arbeit eurer Region sichtbar.
Tragt zusammen, wer alles dabei sein soll. Sprecht die Vereine an, was sie als Gutschein beisteuern möchten und welche Informationen noch abgedruckt werden sollen. Vielleicht erstellt ihr einen einheitlichen Fragebogen für die Abfrage der Infosmationen.
Besprecht, wer die Redaktion übernimmt, wer sich um den Druck kümmert und die Veröffentlichung begleitet? Könnt ihr mit Unternehmen zusammenarbeiten, die mit Expertise, Material oder Finanzierung unterstützen?
Das nehmen wir mit
Auf der Engagiertes Land-Projektseite der Historisch-ökologischen Bildungsstätte könnt ihr euch das digitale Gutscheinheft der Vereine anschauen: https://www.hoeb.de/projekte/dorf-mit-energie-vereine-in-lorup-weiter-staerken/