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Sommercamp

Ein Sommercamp ist ein Ferien- oder Urlaubsprogramm, welches die Teilnehmer zusammen in einer Gruppe verbringen.

In welchem Kontext helfen Sommercamps? Warum sind Sommercamps wichtig?

Bei einem Sommercamp ist man für mehrere Tage bis Wochen in neuem Umfeld, erlebt viele tolle Sachen, kann abschalten vom Alltag, Sorgen und Probleme vergessen, sich erholen und das Hier und Jetzt genießen, Neues dazu lernen, viele neue Menschen kennenlernen und Freundschaften schließen. In Sommercamps kann man sich in den Bereichen Sport und Bewegung, Ernährung, Naturerleben, Sprachen, Musik, Naturwissenschaften, Kreativität und Persönlichkeit weiterentwickeln. Fairness, Verlässlichkeit, Willensstärke und Lebensfreude sind zentrale Werte, die vermittelt werden. Man kann sich selbst kennenlernen, Verantwortungsbewusstsein und Selbstbewusstsein stärken. Der Spaß steht dabei im Vordergrund, denn nur wenn man mit Spaß bei einer Sache ist, lernt man auch etwas. Talente werden gefördert. Sommercamps geben Denkanstöße für Neues. Vielleicht führt das dazu, dass man sein Leben gesünder gestaltet: durch mehr Sport, Spaß oder neue Essgewohnheiten. Ein Sommercamp ist eine Gemeinschaft, ein soziales System mit völlig unterschiedlichen Kulturen. Menschen mit unterschiedlichen Ideen werden zusammengebracht, tauschen sich aus und wachsen gemeinsam. Die Teilnehmer können sich interkulturell austauschen, lernen Offenheit, Kameradschaftlichkeit, Kooperation, Toleranz und verbessern durch die vielen Situationen, die sich ihnen bieten, ihre sozialen Kompetenzen. Durch das Meistern negativer Situationen wie Heimweh oder Streit wird die Resilienz der Teilnehmer sowie ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Sommercamps sind ein Ort der Kooperation und Verbindung. Es können Menschen teilnehmen, die in dem angebotenen Bereich komplett unerfahren sind, und Neues erleben. Sie machen dadurch Erfahrungen, die sie vielleicht sonst nie gemacht hätten. Teilnehmer, gerade Städter, lernen durch Sommercamps die Natur wert zu schätzen, indem sie neue Erfahrungen machen wie barfuß durch das Gras zu laufen oder in einem natürlichen See zu baden. Dadurch, dass Naturerkundungen und Ausflüge Spaß bereiten, wird den Teilnehmern eine Alternative zum Freizeitverbringen indoor aufgezeigt. Die Bewegung draußen stärkt das Immunsystem und trägt zu einem gesunden Lebensstil bei. Für die Teilnehmer kann das Sommercamp das Highlight des Jahres werden. Vielleicht werden die dort gemachten Erlebnisse ihnen für immer im Gedächtnis bleiben. Auch für Eltern bieten Sommercamps Entlastung, zumal sie nie so viele Urlaubstage haben wie ihr Kind Ferientage. Die Eltern können also in Ruhe weiter arbeiten, ohne sich um ihre Schützlinge Sorgen machen zu müssen, oder sich selbst erholen.

Wie geht das? Was ist zu beachten? Was brauche ich dafür?

Ein Sommercamp geht oft eine Woche lang. Bestandteil sind meist Workshops, Spiele und Ausflüge in die Umgebung, zu Sehenswürdigkeiten oder ins Museum. Draußen zu sein und Sport zu treiben, gehört mit dazu. Vielleicht gibt es draußen einen Fußballplatz, ein Volleyballfeld oder Tischtennisplatten. Auch Fahrrad-, Kanutouren, Wanderungen und Baden können mit auf dem Programm stehen. Eine Nachtwanderung ist obligatorisch. Viel Spiel und Spaß mit Highlights sind wichtig. Geht z. B. in den Kletterwald, veranstaltet ein Neptunfest, macht euch am Lagerfeuer Knüppelteig, hüpft auf einer Hüpfburg oder veranstaltet einen Disko- oder Karaoke-Abend! Für Regenwetter könnt ihr ein Indoor-Programm mit Malen und Basteln in petto haben. Denkt daran, in euer Aktivprogramm auch immer Entspannungsphasen einzubauen, z. B. Chillen am Strand/See oder Freizeit. Ihr solltet das Programm nicht überladen und große Zeitpuffer zwischen den Aktivitäten einplanen. Baut zur Abwechslung Vorträge, Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Übungen, Pantomime oder Bewegungsübungen mit ein! Lasst ausreichend Raum für individuelle Wünsche! Inhalt eines Sommercamps für Erwachsene kann der Entzug technischer Geräte, Persönlichkeitsentwicklung oder unbeschwertes Leben sein, indem man sich wieder auf Gefühle der Kindheit fokussiert. Auch Workshops (Yoga, Meditation, Tanz, Musizieren, Singen), Vorträge und Gemeinschaftsspiele können hier mit auf dem Programm stehen. Ist es im Hochsommer sehr heiß, sollte sich nicht allzu lange in der prallen Sonne aufgehalten werden. Schattenplätze, Möglichkeiten zum Erfrischen und kalte Getränke sollten möglichst immer zur Verfügung stehen. Oft werden in Sommercamps Aktivitäten angeboten, die in vielen Teilen Deutschlands gar nicht möglich sind, also etwas ´Besonderes für die Teilnehmer darstellen. Die Übernachtung findet in Zelten, Bungalows oder Jugendherbergen statt, oft mit Doppelstockbetten in Mehrbettzimmern. Frühstück, Mittag und Abendbrot werden gemeinsam eingenommen, entweder in einem großen Raum oder draußen. Es sollten immer ausreichend Getränke und Obst für zwischendurch zur Verfügung stehen. Die Ernährung sollte ausgewogen, abwechslungsreich und auf die Aktivitäten und Reiseschwerpunkte zugeschnitten sein. Im besten Fall sollte die Verpflegung saisonal, regional und ökologisch produzierte Lebensmittel mit möglichst wenig Verpackungsmüll enthalten. Überlegt euch, ob ihr euren Teilnehmern Essen kocht, ob ihr zusammen mit den Teilnehmern kocht oder ob eine kooperierende Organisation die Essensversorgung übernimmt. Ihr könnt euch Sponsoren und Partner suchen. Kooperiert mit Unternehmen, Wohlfahrtsverbänden, Schulen, Jugendclubs und anderen Institutionen der Umgebung! Findet Menschen, die euch sowohl in der Planung und Organisation als auch in der Durchführung eures Sommercamps unterstützen möchten! Die ehrenamtlichen Betreuer von Jugendlichen sollten am besten über eine Jugendleitercard (Juleica) verfügen, also entsprechend ausgebildet sein. Betreuer sollten aufgeschlossen, freundlich, stets gut gelaunt, hilfsbereit, engagiert, hoch motiviert und ideenreich sein. Sie sollten gut organisieren und improvisieren können und immer ein offenes Ohr für Fragen und Probleme haben. Sie sorgen dafür, dass den Teilnehmern ein einzigartiges Ferienerlebnis geboten wird. Bei Schwierigkeiten wie Heimweh, Krankheit oder Streitereien müssen sie sich um die Teilnehmer kümmern und bei Bedarf handeln, z. B. die Eltern informieren. Denkt daran, dass bei Minderjährigen eine Aufsichtspflicht besteht! Ist euer Sommercamp für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet? Überlegt, für welche Altersspanne ihr euer Sommercamp anbieten wollt. Trainings- und Themeninhalte sollten den Altersgruppen gerecht eingebunden und vermittelt werden. Wo kann man euer Sommercamp finden? In Social Media, auf Internetseiten, an Aushängen, Plakaten und in Flyern? Sprecht mit eurer Werbung und eurem Programm möglichst viele Leute an! Wo kann man euer Sommercamp buchen? Telefonisch, per E-Mail oder Formular im Internet? Soll jeder selbst anreisen, wohnen sowieso alle Teilnehmer vor Ort oder organisiert ihr die Anreise? Denkt daran, dass jeder freitags noch mindestens bis mittags arbeiten oder zur Schule gehen muss (es sei denn, er hat Ferien oder Urlaub) und danach erst zu euch fahren kann. Dann sollte das Sommercamp Freitagnachmittag beginnen. Aber auch am Wochenende muss jeder erst zu euch kommen, sodass ihr da nicht zu früh beginnen dürft. Veranstaltet ihr euer Sommercamp in den Ferien, kann es sein, dass es an vielen Orten überlaufen ist. Dagegen wenn das Camp für Kinder ist, solltet ihr gucken, dass es in der Woche stattfindet, in der die meisten Kinder bzw. die, die ihr ansprechen wollt, Sommerferien haben. Die Termine sind ja von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die Abreise sollte nicht zu früh stattfinden; schließlich will jeder noch in Ruhe frühstücken und seine Sachen packen. Es sollte gewährleistet werden, dass jeder mit ÖPNV zum Sommercamp und wieder nach Hause kommt oder zumindest ein Shuttle eingerichtet wird. Wie viel soll das Sommercamp kosten? Versucht, durch Förderungen und Kooperationen den Preis möglichst gering zu halten. Schließlich wollt ihr auch geringer verdienende Leute erreichen. Welche Mindestteilnehmerzahl benötigt ihr, damit sich euer Camp rentiert oder es Sinn macht? Setzt euch Termine bei der Vorbereitung! Bis wann müssen Unterkunft, Verkehrsmittel, Essensversorgung, Veranstaltungen, Betreuer, Workshopleiter, Dozenten etc. gebucht werden? Bis wann kann ihnen wieder kostenlos abgesagt werden, falls sich nicht genug Teilnehmer anmelden? Setzt euch einen Termin, z. B. bis 10 Tage oder mehrere Wochen vor dem Sommercamp, zu dem die Mindestteilnehmerzahl angemeldet sein muss! Was ist die maximale Teilnehmerzahl, die ihr unterbringen, verpflegen und unterhalten könnt? Je nachdem müssen genügend Betreuer vorhanden sein. Setzt die Leute, die sich zu viel anmelden, auf eine Warteliste und kontaktiert sie so schnell wie möglich, wenn jemand ausfällt! Wie wollt ihr es im Fall einer Stornierung mit der Rückerstattung des Teilnehmerbeitrags handhaben? Beendet euer Sommercamps mit einem Abschlussfest, einer Party, Disko, einem gemeinsamen Konzert oder einer Talentshow, einem Auftritt oder Turnier (z. B. Tischtennis, Stelzenlauf, Dreibeinlauf oder Tauziehen)! Vergebt dabei Urkunden, Zertifikate oder Medaillen, damit jeder etwas zur Erinnerung mit nach Hause nehmen kann, was ihn noch lange erfreut.

Welches Angebot wäre möglich?

- Sport-Sommercamps, z. B. Fußball-, Handball-, Basketball-, Volleyball-, Basketball-, Karate-, Reit-, Angel-, Kletter-, Scooter-, Inlineskate-, Mountainbike-, Tanz-, Parkour-, (Tisch-)Tennis-, Cheerleading-, Selbstverteidigungs-, Badminton-, Hockey-, Turn-, Leichtathletik-, Sommer-Ski- Wassersport-Camp (Surf-, Schwimm-, Wasserball-, Tauch-, Kanu-, Segel-Camp) - Bauernhof-, Strand-, Ostsee-, See-, Wald-Camp - Tier-, Husky-, Dino-Camp - Workcamp, z. B. im Naturschutz wie das Moor-Camp - Abenteuer-, Entdecker-, Forscher-, Action-, Aktiv-, Erlebnis-, Geocaching- Survival-, Outdoor-, Natur(erlebnis)-, Umwelt-, Krimi-, Mittelalter-, Robin Hood-, Baumhaus-, Piraten-, Indianer-, Meerjungfrauen-, Polizei-, Feuerwehr-Camp - Zirkus-, Zauber-, Talente-Camp - Sommer-Sprachcamp, z. B. Englisch, Französisch, Spanisch, Schwedisch - Theater-, Musik-, Mode-, Näh-, Manga-, Debattier-, Kunst-Camp - Kreativ-Camp: malen, basteln, bauen - Filmcamp: Kamera, Schnitt, Ton, Schauspiel, Drehen eines Kurzfilms unter professioneller Anleitung - Chor-Camp - Mädels-/Jungs-Camp - Astro-, Mathe-Sommercamp - Integrations-Sommercamp - Kombination verschiedener Themen, z. B. Reit- und Englisch-Camp oder Musik- und Theater-Camp - Sommercamp zur Persönlichkeitsentwicklung mit Vorträgen und Workshops zu Yoga, Meditation, Tanz, Musizieren, Singen - Detektiv-, Entdeckertag (Erfindungen bauen), Zauberschule (Tricks werden einstudiert), Tanzworkshops, Kochkurse

Mögliche Kombinationen mit Werkzeugen

Aktionen, Aufräumaktionen, Ausstellungen, Beherbergung/Übernachtungsmöglichkeiten, Fest(ival), Führungen anbieten, Garten, Gastronomie, Kino, gemeinsames Kochen/Essen, Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Museum, Safari, SoLaWi, Schwimmbad, Skaten/Skatepark, Tanzen, Theater, (Geführte) Wanderung, Werkstatt (Raum), Workshops

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Andere Webseite

Erasmus+ Jugend

Ihr könnt euer Sommercamp über Erasmus+ Jugend fördern lassen. Das ist der Programmteil von Erasmus+ für Projekte mit Jugendlichen der nicht-formalen, informellen Bildung.

Andere Webseite

Kinderbetreuer

Die Aufgaben und Voraussetzungen, die an einen Kinderbetreuer gestellt werden, könnt ihr auf der Seite dieses Jugendreiseanbieters nachlesen.

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