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Begegnungsorte

Begegnungsorte sind offene Räume, in denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen, ihren Horizont erweitern und ihr Umfeld gestalten.

In welchem Kontext helfen Begegnungsorte und offene Räume? Warum sind sie wichtig?

Wir als soziale Wesen brauchen andere, um mit ihnen zu kommunizieren, Erlebnisse zu teilen und Spaß zu haben. An Begegnungsorten werden unterschiedliche Menschen mit allen Sinnen zusammengebracht. An diesen Aufenthaltsorten kann man Kontakte knüpfen, pflegen, Anschluss finden, sich gegenseitig helfen, kreativ sein, experimentieren, debattieren, sich (kulturell) austauschen und sein Umfeld gestalten. Ein Begegnungsort kann der Ursprungsort neuer Projekte sein. Bürgerliches Engagement oder die Gründung von Vereinen kann hier beginnen. Dadurch, dass durch die Begegnung Einsamkeit entgegengewirkt wird, trägt ein Begegnungsort zur Gesundheit bei. An ihnen setzt man sich mit anderen Lebens- und Denkweisen auseinander und trifft auf andere Standpunkte und Widersprüche, was den eigenen Horizont erweitert. Gemeinsames Lernen geschieht hier unbemerkt. Inklusion und Integration werden gelebt. Begegnungsorte sind eine nicht-kommerzielle, offene Alternative zur alltäglichen Arbeits- und Wohnwelt. Frühere Orte des Zusammenkommens und Informationsaustauschs waren Dorfläden, Gasthöfe, Schenken, Dorfkrüge, Bäcker und Metzger. Diese sind heute im ländlichen Raum meist nicht mehr existent. Umso wichtiger ist es, wieder mehr Orte der Begegnung zu schaffen, welche zum Zusammenhalt und zur Identifikation beitragen und das Dorf oder die Stadt lebendig und attraktiv machen. Die Lebensqualität wird dadurch gesteigert.

Wie geht das? Was ist zu beachten? Was brauche ich dafür?

Das Kommen und Gehen an einem Begegnungsort sollte niedrigschwellig sein, also unkompliziert, nicht an Bedingungen (z. B. Eintritt, Herkunft, Alter, Religion) gebunden und man sollte den Ort betreten können, ohne große Aufmerksamkeit zu erregen. Die Räume sollten einladend sein, die Atmosphäre herzlich und offen. Es sollte eine Person an dem Begegnungsort geben, die dafür sorgt, dass Beteiligung und Mitgestaltung stattfindet und die das bürgerschaftliche Engagement lenkt. An dem Ort sollten Nachbarschaften gelebt und aktiviert, Sorgen, Alltag und Freude geteilt werden. Ein Begegnungsort kann durch Ehrenamtliche getragen werden. Es kann ein Verein gegründet, Spenden gesammelt werden oder die Gemeinde gibt finanzielle Unterstützung. Mit dem Gründen einer Genossenschaft, einer Dorfstiftung oder eines Vereins können ehemalige Begegnungsorte oder leerstehende Häuser gerettet werden. Um einen neuen Begegnungsort zu schaffen, könnt ihr gegebene Räumlichkeiten nutzen und Plätzen, Häusern oder Räumen eine neue Nutzung vermachen. Je nach Wünschen der Begegnungsort-Besucher könntet ihr zusätzliche Angebote schaffen wie gemeinsames Kochen, Sporttreiben, Spielen, Filmgucken etc., was wiederum Leute anlockt, potenzielle regelmäßige Begegnungsort-Besucher.

Welches Angebot wäre möglich?

- Kultur- und Veranstaltungsort, Bürgerhaus, Seniorentreff, Jugend-, Beratungs-, Medien-, Stadtteil- oder Dorfzentrum, Bushaltestelle, Bildungseinrichtung, Bibliothek - Café, Laden, Kirche, Kindergarten, Vereinsraum - Park, Garten, (Dorf-)Platz - Mehrgenerationenhaus: Leihgroßeltern, Computer-Nachhilfe von Jüngeren für Ältere, Ältere lesen Jüngeren etwas vor - Stammtisch - Aktionen: Sporttreiben, Spieleabend, Lesenachmittage, gemeinsames Kochen und Essen, Mittagstisch, Frühstück, Kaffee und Kuchen, Lernen, Kurse, Kino, Ausflüge, Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, Theater, (Live-)Musik, Tanz, Party, Rallye, Repair Café, Kleidertausch - Feiern von Festen und besonderen Anlässen (Weihnachten, Ostern, Halloween, Muttertag, Herrentag, Geburtstage)

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Andere Webseite

Organisierung von unten. Offene Räume

In der Online-Broschüre "Organisierung von unten. Offene Räume" wird anschaulich erklärt, was offene Räume sein können und was sie ausmacht. Außerdem geht es um Projektwerkstätten und offene Plattformen (Zeitungen, Internet, Aktionsplattformen).

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