Ihr Browser ist veraltet und wird von dieser Web-App nicht mehr unterstützt. Einige Funktionalitäten könnten daher eingeschränkt oder gar nicht verfügbar sein. Um die Applikation in vollem Umfang nutzen zu können, aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neuste Version.

Co-working

Gemeinsam arbeiten statt allein zu Hause – Co-Working bringt Menschen mit unterschiedlichen Berufen unter ein Dach. In umgenutzten Ladenlokalen, Bahnhöfen oder Gemeinschaftshäusern entstehen flexible Arbeitsplätze. Die Grafikerin sitzt neben dem Berater, die Übersetzerin trifft den Programmierer beim Kaffee. Dabei entstehen oft überraschende Kooperationen und neue Projekte. Co-Working-Räume können mit Café, Kinderbetreuung oder Veranstaltungen kombiniert werden und beleben so ganze Ortskerne. Sie zeigen: Arbeit auf dem Land muss nicht einsam sein. Pendeln wird überflüssig, wenn der Arbeitsplatz ums Eck liegt. So bleibt mehr Zeit für Familie und Engagement vor Ort.

In welchem Kontext hilft Coworking? Warum ist Coworking wichtig?

Durchs Coworking könnt ihr ortsunabhängig mobile Arbeit verrichten. Es ist eine Alternative zum Home Office und der betrieblichen Arbeitsstätte, wobei es die Vorteile beider miteinander verbindet: 1. Keine Pendelwege, da wohnortnaher Arbeitsort, wodurch Schadstoffausstoß und Stress verringert werden. 2. Trennung von Arbeits- und Wohnort, wodurch Coworker eine bessere Arbeitsstruktur bzw. Work-Life-Balance haben, da Berufliches und Privates nicht miteinander verschwimmt und Beruf und Familie gut miteinander vereinbar sind. Beim Coworking wird ein kreatives, professionelles Umfeld in Gemeinschaft geschaffen und genutzt. Man fördert einander und baut Kooperationen auf. Coworking-Spaces bringen Leben in den Ort (auch tagsüber) und gestalten ihn attraktiver, zumal sich andere Nutzungen potenziell andocken, sodass ein Gemeinschaftsort mit Versorgungsfunktion entstehen kann. Ländlicher Raum wird wiederbelebt, Innovationen und Gründungen gefördert.

Die 5 Prinzipien des Coworkings lauten:

Zusammenarbeit, Zugänglichkeit (des Ortes und der Community), Nachhaltigkeit des Ortes, Offenheit (bzgl. Raum, Werten, Miteinander und Community) und Arbeiten in der Gemeinschaft (evtl. gemeinsames Mittagessen, Veranstaltungen).

Wie geht der Aufbau eines Coworking-Spaces? Was ist zu beachten?

Beim Coworking auf dem Land ist die Gemeinschaft ein entscheidendes Element. Nutzer können sein: Berater und Coaches, Wissenschaftler, Handwerker, IT-ler, Kreative, Pädagogen, Manager und Interessierte. Welche Zielgruppe wollt ihr ansprechen? Einzelpersonen, Teams oder Firmen? Um an diese zu kommen, müsst ihr auf richtige Art und Weise werben. Im ländlichen Bereich hat man eine breitere Zielgruppe als im städtischen Bereich (bzgl. Berufsbildern und Altersgruppen). Es braucht für euren Coworking-Space eine managende Person, die sich auf die Bedarfe und Hintergründe der Nutzer fokussiert. Nicht alle Nutzer hegen den elementaren Wunsch, in Gemeinschaft zu arbeiten, trotzdem gibt es viele Anfragen von Leuten, die einmal in einer anderen Umgebung und Atmosphäre arbeiten, also Aspekte der Gemeinschaft nutzen wollen. Da auf dem Land diese Form des Arbeitens noch nicht allzu bekannt ist, ist es nicht allzu rentabel. Aber das dürfte euch ja nicht stören, zumal ihr ihn bestimmt aus einem idealistischen Ansatz gründen würdet. Ihr tut damit auf jeden Fall etwas Gutes für eure Region und Gemeinde. Ihr könntet testend vorgehen, indem ihr nur Arbeitsplätze aufbaut, wenn ihr genau wisst, dass Bedarf vorhanden ist. Neben festen „Mietern“ des Arbeitsplatzes, des Büros oder des Coworking-Spaces könnt ihr Monats-, Tages-, Stunden- oder Zehnertickets anbieten.

Was brauche ich dafür?

Neben ausreichend Platz für eure Coworker (Einzel-/Großraum-/Außenbüros bzw. -arbeitsplätze) in guter Lage benötigt ihr schnelles Internet. Ohne Internet kein Coworking! Ausstattung! Für das Großraumbüro sind große Räume mit hohen Decken und heller Ausstattung ideal. Die richtige Belüftung und Heizung fördert die Konzentration und den Wohlfühleffekt eurer Coworker. In Konferenzräumen können Kundengespräche geführt und Präsentationen gehalten werden. Dafür sind Beamer und Leinwand von Nöten. Manche Nutzer legen Wert auf ergonomische Ausstattung mit höhenverstellbaren Tischen/Stühlen und blendfreien Bildschirmen. Das Arbeitsschutzgesetz gibt Beleuchtung, Belüftung, Raumtemperatur, Mindestgrößen für Arbeitsflächen und Büros sowie eine bestimmte Anzahl an Sanitäranlagen vor. Drucker, Scanner und Whiteboards sollten auf jeden Fall zur Ausstattung zählen. Erstellt euch einen Raumplan!

Welches Angebot wäre möglich?

- Veranstaltungen, die nichts mit Coworking zu tun haben, um die Räume erleb- und benutzbar und auf den Coworking-Space aufmerksam zu machen - Fortbildungen, Vorträge, Workshops zum Coworking - gemeinsame Veranstaltungen/Ausflüge, um die Community besser zusammen zu bringen - Coworking-Space mit Laden, Café, Mittagsangebot oder Küche, Eventräumen, Mobilitätsangeboten - Coworking- und Coliving-Space in einem leerstehenden Gebäude mit Arbeitsplätzen auf Heuboden und in weitläufigem Garten - Workation (Arbeitsurlaub) und Retreat (Rückzug vom Alltag): für Teams, Unternehmen oder Selbstständige mit Angebot von Erholungsangeboten (z. B. Kanutouren) und Catering

Mehr erfahren

Andere Webseite

Regeln

Wie überall ist es auch beim Coworking wichtig, dass es Regeln gibt. Ihr findet hier ein Beispiel mit Regeln, die ihr gut und gerne für euch übernehmen könnt.

Andere Webseite

German Coworking Federation

Wollt ihr einen Coworking-Space gründen, solltet ihr über eine Mitgliedschaft bei der German Coworking Federation nachdenken, welche viele Veranstaltungen anbietet wie Netzwerktreffen, Best-Practice-Vorträge und Fortbildungen.

Andere Webseite

Tipps

Auch wenn ihr euren Coworking-Space nicht kommerziell betreiben wollt, findet ihr bei der Gründerküche viele wertvolle Tipps, die euren Space zu einem arbeits- und lebenswerten Ort machen.

#0113
Außerschulische Lernorte

Um eine kreative Entfaltung und politische Bildung von jungen Menschen zu ermöglichen, braucht es außerschulische Lernorte. Hier können interessengeleitet eigene Ideen umgesetzt und neue Kompetenzen erworben werden.

Interviews – ein Schulprojekt:
Mit der Leitfrage “Was bedeutet für dich ein gutes Miteinander?” führten Schüler*innen aus einer Schule in Fürstenberg Interviews mit verschiedenen Bewohner*innen der Kleinstadt. So kamen sie in Kontakt mit ihnen völlig fremden Menschen und führten berührende Gespräche. Die Interviewten erfuhren Wertschätzung, indem sie ihre Sicht auf die Welt teilen konnten. Die Jugendlichen erlebten Selbstwirksamkeit, da sie ihr Projekt umsetzen konnten, ihre Fragen beantwortet wurden und durch eine Einladung ins Rathaus Bedeutung und Öffentlichkeit erlangten. Gleichzeitig wurde der Verstehbahnhof, in dem das Projekt realisiert und die Interviews geführt wurden, als Lernort bekannter.

Co-workingSozialer OrtInfrastrukturen schaffenKollektive Strukturen aufbauenRäume öffnen
Podcast Quelle Verstehbahnhof

Das braucht es

Gibt es Räume, die sich für einen außerschulischen Lernort anbieten? Wer ist eure Zielgruppe, könnt ihr mit Schulen, Vereinen und Jugendtreffs kooperieren? Wer möchte Projekte anleiten? Welche Themen bieten sich bei euch an, in denen Jugendliche sich realistisch einbringen können? Was sind ihre eigenen Themen, wie könnt ihr sie dabei unterstützen?

Das nehmen wir mit

In begleiteten Projekten können Jugendliche lernen, wie sie selbst Mitgestalter*innen ihres eigenen Umfeldes werden und erfahren darüber Wertschätzung und Selbstwirksamkeit. Genausogut finden junge Menschen hier einen gemeinsamen Ort zum Hausaufgaben machen und anschließendem Zeit verbringen.

Organisationen

Engagiertes Land

Netzwerk

Zur Sammlung hinzugefügt!

Aus Sammlung entfernt