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flächendeckende Daseinsvorsorge

Daseinsvorsorge umfasst Güter und Dienstleistungen, die dem Gemeinwohl und der Schaffung von Möglichkeiten für eine selbstbestimmte Lebensführung und Teilhabe aller Menschen dienen.

In welchem Kontext hilft diese Ressource? Warum ist dieses Ressource wichtig?

Daseinsvorsorge stellt sicher, dass wir mit Gütern, Dienstleistungen und Infrastrukturen, die für uns gut erreichbar und in guter Qualität sind, zu sozial verträglichen Preisen versorgt werden. Damit werden unsere Grundbedürfnisse gesichert. Daseinsvorsorge sorgt also dafür, dass unsere Lebensverhältnisse überall gleich gut sind, egal ob in Stadt oder Land.

Wie geht das? Was ist zu beachten?

Staat und Kommunen (oder deren Unternehmen) planen und kontrollieren Leistungen der Daseinsvorsorge. Entweder führen sie sie selbst durch oder sie beauftragen damit andere Akteure.

Kommunen, also Landkreise und Gemeinden, müssen folgende Leistungen der Daseinsvorsorge bereitstellen:

Pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben: Das sind Brandschutz (Feuerwehr), Katastrophenschutz, allgemeinbildende, Berufs- und Förderschulen, Schülerbeförderung, Schulentwicklungsplanung, Kinder- und Jugendhilfe, Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung, Kreis-und Gemeindestraßen etc. Freiwillige Selbstverwaltungsaufgaben: Das sind Kultur (Musik- und Volkshochschulen, Bibliotheken, Museen, Theater), Sportstätten, Altenpflege/-heime, Krankenhäuser, Jugendzentren etc. Ratet mal, bei welchem Punkt da oft gespart wird!? Daher fordern sogar manche Wissenschaftler*innen, die pflichtigen Aufgaben der Daseinsvorsorge deutlich auszuweiten.

Aufgaben der Daseinsvorsorge

Soziale Infrastrukturen: Gesundheitsversorgung, Altenpflege, Leben im Alter, Bildung/Schulentwicklung, Weiterbildung, Kultur, Kinderbetreuung, Jugendhilfe, Brandschutz, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Nahversorgung, Sportstätten, Freizeitinfrastrukturen Technische Infrastrukturen: Wasserver- und entsorgung, Abfallentsorgung, Energieversorgung, Telekommunikation/Breitband, ÖPNV

Probleme der Daseinsvorsorge

In manchen Bereichen der Daseinsvorsorge gibt es in Gesetzen, Verordnungen oder Verwaltungsrichtlinien festgelegte Versorgungsstandards oder es gibt fachliche Orientierungswerte. Meistens sind sie leider nicht verbindlich und in den einzelnen Bundesländern oder auch in Stadt und Land oft ganz verschieden. Damit wir alle gleichwertige Lebensverhältnisse haben, müsste es theoretisch überall die gleichen Mindeststandards geben. Die Änderung von Bevölkerungszahlen und die Alterung der Bevölkerung wirken sich auf Angebote und Einrichtungen der Daseinsvorsorge aus: mit Unterauslastungs- oder Überlastungs-, Tragfähigkeits-, Finanzierungs- und Qualitätsproblemen. Und das, wo Daseinsvorsorgeleistungen doch zukunftsfähig, bedarfsgerecht, nachhaltig und lokal angepasst sein sollten. Also ihr seht: Gar keine so einfache Aufgabe für die Landkreise und Gemeinden.

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Informationsportal der Transferstelle Daseinsvorsorge

Das Informationsportal der Transferstelle Daseinsvorsorge ist ein Projekt der Hochschule Neubrandenburg. Bundesweit werden Informationen, Erkenntnisse und gute Beispiele der Daseinsvorsorge gesammelt und auf das Online-Wissensportal gestellt. Die Transferstelle moderiert, begleitet und unterstützt regionale Lernnetzwerke und gestaltet Erfahrungsaustausch.

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Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse neu denken - Perspektiven und Handlungsfelder

Das Positionspapier aus dem Jahr 2016 wurde von Mitgliedern des Ad-hoc-Arbeitskreises „Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensbedingungen“ der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) erarbeitet. Man kann es sich kostenlos herunterladen.

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Netzwerk Daseinsvorsorge

Im Netzwerk Daseinsvorsorge sind Regionen aus ganz Deutschland mit guten Beispielen im Bereich der Daseinsvorsorge vertreten. Sie tauschen sich in Facharbeitskreisen und Netzwerktreffen fachlich untereinander aus und laden Experten zum Input ein. Bis Juni 2022 wurde das Projekt gefördert vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) sowie vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), nun steht das Netzwerk auf eigenen Beinen.

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Raumordnungsbericht 2017 - Daseinsvorsorge sichern

2017 hat das Bundeskabinett den Raumordnungsbericht des BBSR verabschiedet. Er ist erstmalig thematisch fokussiert, soll die Umsetzung des Leitbildes "Daseinsvorsorge sichern" unterstützen und dokumentiert auf zahlreichen Karten und Abbildungen regional differenzierte Ergebnisse. Dabei werden die grundlegenden Zusammenhänge zwischen demografischer und wirtschaftlicher Entwicklung sowie die Herausforderungen der Raumordnung bei der Sicherung der Daseinsvorsorge aufgezeigt. Ein weiterer Aspekt betrifft die Rolle von Mobilität und digitaler Infrastruktur im Kontext der Daseinsvorsorge. Abschließend werden die zentralen Ergebnisse der empirischen Analysen und grundlegende Handlungsempfehlungen thematisiert.

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Regionalstrategie Daseinsvorsorge - Leitfaden für die Praxis

Dieser Leitfaden, 2016 herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), enthält Handlungsempfehlungen und gute Beispiele für eine zukunftsfähige und bereichsübergreifende Daseinsvorsorgeplanung, insbesondere auf Ebene der Landkreise. Autoren: Johann Kaether, Peter Dehne und Anja Neubauer.

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