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Jugendtreff

Ein Jugendtreff ist eine offene Jugendfreizeiteinrichtung, welche Jugendlichen bestimmte Angebote bietet.

In welchem Kontext helfen Jugendtreffs? Warum sind Jugendtreffs wichtig?

Der Treff Gleichaltriger ist für die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen wichtig. Grundfähigkeiten des Zusammenlebens können hier ausprobiert und erlernt werden. Bei einem Jugendhaus, welches die Jugendlichen selbst verwalten, wachsen sie selbst an ihren Aufgaben bzw. ihrer Verantwortung. Sie können sich selbst ausleben und ihre Wünsche einbringen und durchsetzen. Dennoch lernen sie, was Demokratie bedeutet, dass nicht alles gerecht sein kann und die Interessen der anderen akzeptiert werden müssen.

Wie geht das? Was ist zu beachten?

Die §§ 11–15 (Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit) des Kinder- und Jugendhilfegesetzes sind die gesetzliche Grundlage der meisten Jugendtreffs. Träger können Kommunen, Kirchen, Vereine, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund oder andere sein. Die Fachaufsicht hat oft das zuständige Jugendamt. Durch den Jugendhilfeausschuss werden die Fördermittel für die Jugendtreffs festgesetzt. Bei den Öffnungszeiten muss sich an das Jugendschutzgesetz gehalten werden. 12-14-Jährige dürfen nicht länger als bis 22 Uhr bleiben, 14-18-Jährige bis 24 Uhr. Illegale Drogen sind verboten, unter Drogeneinfluss stehende Jugendliche dürfen den Jugendtreff nicht betreten. Alkohol sollte nicht ausgeschenkt werden. Ist ein Jugendhaus selbstverwaltet, entscheiden der Thekendienst, der Vorstand oder die Vollversammlung der Jugendlichen demokratisch über die Verwendung der Gelder. Kommunen unterstützen diese Jugendhäuser gering bis gar nicht. Mobile Jugendzentren gibt es oft in ländlichen Räumen, z. B. als Bus. In ihm kann es neben einem Betreuer Spiele, eine Sitzecke und Internet geben. Jugendkulturwerke und Jugendkulturzentren bieten in den Bereichen Kultur, Sport, Handwerk, Gestaltung und Kreativität Werkstätten und Technikräume für nationalitäten- und generationsübergreifende Angebote. Viele Jugendtreffs haben sich in Verbände oder Arbeitsgemeinschaften wie Kreis- und Landesjugendring zusammengeschlossen. Diese geben oft auch Arbeitshilfen heraus oder machen Beratungsangebote.

Was brauche ich dafür?

Selbstverständlich braucht ihr einen möglichst zentral gelegenen, gut erreichbaren Raum für euren Jugendtreff, z. B. in einer Bibliothek, in einer Schule, im Gemeindehaus oder in einem leerstehenden Gebäude, der groß genug ist für die Anzahl der Jugendlichen. Wichtig wäre ein eigener Zugang von außen und eigene Toiletten, um Konflikten mit anderen Gebäudenutzern aus dem Weg zu gehen. Ist dies nicht möglich, müssen auf jeden Fall klare Regeln aufgestellt werden. Der Raum sollte nur dem Jugendtreff dienen und muss schön gestaltet und eingerichtet werden, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Jugendlichen wohlfühlen. Dabei sollten sie mit viel Gestaltungsfreiheit mit einbezogen werden. Herz des Raums sollte eine Musikanlage sein, wobei auch auf Schallschutz geachtet werden muss. Spielmöglichkeiten wie Tischticker, Billard, Dart und Gesellschaftsspiele gehören mit zum Inventar. Eine Hausordnung klärt die Regeln, die in dem Jugendraum gelten. Gut wäre eine Unterteilung des Raums, z. B. in Spiel-, Kommunikations- und Thekenbereich. Eine Außenfläche wäre für die Sommermonate super. Für die Einrichtung eures Jugendtreffs braucht ihr eine Garderobe, ein Schwarzes Brett (mit Hausordnung und Jugendschutzgesetz), Stühle, Tische, Hocker, Sofas, Schränke, ein Kühlschrank, eine Spüle (oder sogar Küchenzeile), mehrere Mülleimer und Putzutensilien. Die Zielgruppe von Jugendtreffs sind Jugendliche im Alter von 12-25 Jahren. Darunter können auch verhaltensschwierige, gewaltbereite Jugendliche sein. Mit ihnen müsst ihr umzugehen wissen oder zumindest geschultes pädagogisches Personal vor Ort haben. Normalerweise ist in Jugendtreffs pädagogisches Personal angestellt, z. B. Sozialpädagogen, -arbeiter, Erzieher oder andere pädagogische Fachkräfte. Oft tragen auch Bundesfreiwilligendienstleistende, FSJ´ler und Ehrenamtliche zum Laufen des Jugendtreffs bei. Wollt ihr Referenten für Inputs an Bord holen, erwähnt immer, dass es sich um einen selbstgegründeten Jugendtreff handelt, weil viele dann auf ihr Honorar verzichten. Um Werbung für euren Jugendtreff zu machen, erzählt Freunden von eurem Jugendtreff, die es wiederum Freunden weitererzählen. Nutzt Online-Medien (Facebook, Website), gestaltet aber auch Flyer, die ihr im Laden, Café oder in der Schule auslegen könnt. Um Raummiete, Druckkosten, Anschaffungskosten, Essen, Getränke etc. bezahlen zu können, könntet ihr eine Spendendose aufstellen oder aber Zuschüsse vom Land, Landkreis oder der Kommune bekommen. Kommunale Jugendreferenten, Kreis- und Landesjugendring unterstützen eure Jugendarbeit. Vielleicht bekommt ihr ja auch Sachspenden. Kauft ihr für euren Jugendtreff ein, fragt immer nach Rabatt! Viele Firmen geben für Jugendgruppen 10 % Rabatt.

Welches Angebot wäre möglich?

- Prävention und Freizeitpädagogik: Treff mit Spielmöglichkeiten (Kicker, Tischtennis, Billard, Spieleverleih), Turniere und Spieleabende, Gruppenangebote, Waffel- und Pizzabacken, Grillfest, Ferienprogramme/Jugendfreizeiten (Busfahrten, Tagesausflüge, Kochkurse, Wanderungen, Fahrradtour, Kanutour, Klettern, Schwimmbadbesuch, Freizeitparks) - Beratung und Einzelfallhilfe für schwierige Lebenslagen und bei Problemen: Übergang Schule-Beruf, Eltern, Drogen, Liebe und Sex, Rechtsfragen - Kultur und Subkultur: Veranstaltungen, z. B. Konzerte, Discos, Festivals, Theater, Fasching, Weihnachts- und Silvesterfeier, Filmeabende - Bildung: Seminare und Workshops, z. B. JuLeiCa-Schulung, Bewerbertraining, Selbstverteidigungskurs, Internet-Seminar, Diskussionsabende mit Fachleuten (z. B. Thema Drogen, Aids) - Medienpädagogische Projekte: Einführung und Schulung in neue Medien, z. B. Film, Internet, Homepage - Partizipation: Mitgestaltung/Mitwirkung bei Programmen/Projekten in Teams oder Arbeitsgruppen, z. B. Café-, Disco-, Konzertteam, Gremium, Verein - Party-zipation: private Raumnutzung außerhalb der Öffnungszeiten, Proberäume - Gemeinwesenorientierung und Vernetzung: Kooperation mit Schulen, Verbänden, Institutionen und Initiativen, Service und Verleih von Spielgeräten oder Veranstaltungstechnik

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Gründung

Hilfe bei der Gründung eures Jugendtreffs bekommt ihr hier. Kurze Videos zeigen euch, wie ihr die Politik/Gemeinde überzeugt, Räume findet, sie einrichtet, den Treffalltag organisiert, Programmangebote strickt, Events organisiert, Konflikte managt und Nachwuchsarbeit betreibt.

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Ideen und Probleme in der Jugendarbeit

Praxis Jugendarbeit ist eine Materialsammlung zur Jugendarbeit mit über 3.500 Spielideen, 1.500 Bastelideen mit Bastelanleitungen, ausgearbeitete Gruppenstunden, Programmideen und Ideen für Gesprächsthemen. Zu diversen Problemen in der Jugendarbeit kann man hier ebenfalls Antworten finden.

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Gelände- und Gruppenspiele

Auf der Seite von Mr. Jugendtreff gibt es einige coole Gelände- und Gruppenspiele für eure Jugendgruppe.

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Spiele und Aktionen

Auf jugenarbeit.online gibt es viele coole Ideen für Spiele und Aktionen, die ihr mit euren Jugendlichen machen könnt, um Highlights im Jugendtreffalltag anzubieten.

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Hausordnung, Nutzungsvereinbarung und Wissenswertes

In der Broschüre "Offene Jugendtreffs in den Gemeinden - Eine Arbeitshilfe zur Einrichtung und Organisation" befindet sich eine Musterhausordnung für euren Jugendtreff, eine Musternutzungsvereinbarung mit der Gemeinde und weiteres Wissenswerte wie Informationen zum Jugendschutzgesetz sowie zu Versicherungen.

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