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Gemeinsames Kochen

Gemeinsames Kochen und Essen ist das gemeinschaftliche Zubereiten von Nahrung mit anschließendem Verzehr der Gerichte.

In welchem Kontext hilft gemeinsames Kochen/Essen? Warum ist gemeinsames Kochen/Essen wichtig?

Gemeinsam zu essen, war für den Menschen als soziales Wesen schon immer ein wichtiges soziales Ereignis. Wer zusammen isst, kommt sich näher. Das gemeinsame Essen fördert den Austausch, verbindet Generationen und Kulturen miteinander. Netzwerke können geknüpft werden. Das gemeinsam verbrachte Essen macht uns glücklich und sogar für eine Weile toleranter und empathischer. Kochen macht Spaß und man kann währenddessen ungezwungen miteinander quatschen. Man lernt sowohl das Essen samt Zutaten als auch einander, sich selbst, andere Kulturen und Essgewohnheiten kennen und wertschätzen. Man hilft einander und unterstützt sich, wächst zusammen. Kommunikation, Zusammenarbeit und Kompromissfähigkeit werden verbessert; sprachliche Barrieren überwunden. Wer mehr kocht, kann seinen Alltag besser genießen, da die Konzentration auf ein Rezept den Geist ablenkt und so Stress abbauen lässt. Zudem kann das gemeinsame Zubereiten von Speisen Selbstvertrauen schaffen und negatives Denken fernhalten. Es kann dazu motivieren, zu Hause öfter gesund und nachhaltig zu kochen. Auch Kinder kochen gerne mit Erwachsenen zusammen. Simple Kochschritte können sie im Handumdrehen lernen und damit, sich selbst Essen zuzubereiten. Koch- und Hauswirtschaftskompetenzen werden allgemein bei den Köchen gefördert. Verbinden kann man das mit Infos dazu, woher die verwendeten Produkte kommen und wie sie produziert werden, worauf man also beim Einkauf achten muss. Weitere Themen zum Vermitteln nebenbei wären Mülltrennung, Resteverwertung, gesunde und nachhaltige Ernährung.

Wie geht das? Was ist zu beachten?

Vor dem Kochen könnt ihr zusammen die Zutaten besorgen, z. B. im Dorfladen, Hofladen oder beim Gärtner. Auch ein gemeinsames Pilzesammeln oder Ernten der Zutaten wäre denkbar. Neben einem Hauptgang kann es auch einen Salat und eine Nachspeise geben. Für ersteren kann man z. B. Wildkräuter gemeinsam in der Natur sammeln. Um die Umwelt zu schonen und jedem Essensbedürfnis gerecht zu werden, kocht vegetarisch oder vegan! Achtet auf Vollwertigkeit der Gerichte! Nebenbei kann man sich über nachhaltiges, vegetarisches oder veganes Essen unterhalten und die Vorteile für Gesundheit und Umwelt vermitteln. Fragt anfangs nach Unverträglichkeiten und Allergien! Essenswünsche können abgefragt und auf diese eingegangen werden. Aus dem gemeinsamen Kochen und Essen kann eine Tradition werden, indem ihr das jede Woche oder jeden Monat anbietet., z. B. auch Themen-Kochabende. Kocht man Gerichte aus anderen Ländern oder Regionen, lädt das dazu ein, sich über die Region, das Land und Traditionen auszutauschen und Wissen zu vermitteln.

Was brauche ich dafür?

Zuallererst braucht ihr einen Anleiter mit Kocherfahrung und Rezept oder Kochidee. Dann benötigt ihr Zutaten, welche möglichst bio, regional und saisonal produziert sind. Vergesst nicht die Gewürze! Kochen könnt ihr am Herd oder auf dem Feuer. An Kochutensilien benötigt ihr Schneidebretter, Messer, Topf, Pfanne, Rührgerät, Teller, Besteck, Tassen oder Gläser. Zu jedem Essen gehört auch etwas zu trinken. Entweder jeder bringt sich selbst etwas mit oder ihr kauft Getränke mit ein. Eine billige, ökologische Variante wäre, eine große Kanne oder Topf Kräutertee für alle zu kochen, am besten mit selbstgesammelten Kräutern. Nun braucht es noch hungrige Mäuler und helfende Hände. Jeder sollte zum Essen eine Sitzmöglichkeit sowie ausreichend Teller und Besteck zur Verfügung haben. Am besten ist vorher klar, wie viele Leute zum gemeinsamen Kochen und Essen kommen. Dafür müssen sich die Esser vorher anmelden, z. B. per Mail oder Eintrag in eine Liste. Sind es zu viele Leute zum Kochen, kocht nur eine Teilgruppe. Je nach Anzahl der angemeldeten Esser kann entsprechend viel gekocht werden. Damit Essensreste nicht verkommen, sollten ordentlich Gläser oder Tupperwarendosen mitgebracht werden, in denen sich der Chefkoch oder die Köche das übriggebliebene Essen mitnehmen können. Damit nach dem Essen nicht jeder abhaut und ihr mit dreckigem Geschirr alleine zurückbleibt, legt vorher fest, wer sich um den Abwasch kümmert! Eine Abwaschmöglichkeit mit Lappen oder Schwamm oder ein Geschirrspüler sollten vorhanden sein. Werbung könnt ihr machen über eine Webseite, über Social-Media-Kanäle, einen Newsletter oder den Aushang am schwarzen Brett oder anderen Orten, an denen viele Leute vorbeigehen.

Betreiberkonzepte

Die Kosten für den Einkauf könnt ihr entweder gerecht durch die Anzahl der Leute teilen oder das Essen auf Spendenbasis anbieten oder auch mit einer Mindestspende, z. B. in Höhe von 1 oder 2 €. Es wäre natürlich perfekt, wenn jemand die Location frei zur Verfügung stellen würde. Als Anerkennung für das Bereitstellen der Küche kann der Gastgeber z. B. zum Essen eingeladen werden. Dafür bietet sich z. B. auch ein Vereinshaus oder ein Dorf-, Gemeinschafts-, Begegnungshaus, Jugendclub, eine Schule oder Kita an. Habt ihr einen Verein, könnt ihr die entstandenen Kosten durch Mitgliedsbeiträge decken. Denkt ihr euch ein Konzept aus, könnt ihr eure Koch- und Essaction durch Fördermittel finanzieren. Über Kooperationsverträge könnt ihr die benötigten Zutaten von Landwirtschaftsbetrieben oder Gärtnereien aus der Umgebung beziehen.

Welches Angebot wäre möglich?

- gemeinsamer Einkauf, Zutaten sammeln oder ernten - Vokü (Volksküche) - Kochen überm Feuer, am selbstgebauten Herd - Themen-Kochabende - Gesundheits- und Umweltbildung - Spiele nach dem Kochen - Kochwettbewerb - Kochschule, -kurse - Kochen mit Kindern, Jugendlichen, Migranten, Flüchtlingen, Rentnern, Familien - Kochen mit Familien und jungen Erwachsenen in schwierigen Lebenslagen - Mittagstisch - Fest

Mögliche Kombinationen mit Werkzeugen

Lebensmittelverarbeitung, Café, Direktvermarktung, Fest(ival), Garten, Gastronomie, Gemeinschaftshaus/Begegnungshaus/Dörphus, gemeinschaftliches Wohnen, Kindergarten, Kneipe/Bar, Jugendtreff, (Dorf-)Laden/Hofladen, Landwirtschaft, Markt, Regionalinitiative, Schule, SoLaWi, Sommercamp, Treffpunkt, Veranstaltungsreihe, Vernetzungs- und Informationsveranstaltung, Workshops

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